Speicherdichte

storage density

Die Speicherdichte ist ein Maß für die speicherbaren Informationseinheiten pro Flächen- oder Längeneinheit. Diese Dichte bezieht sich auf Halbleiterspeicher, magnetische, optomagnetische und optische Speichermedien und wird in bit/inch (bpi) oder bit/qinch angegeben. Bedingt durch eine ständige Weiterentwicklung der magnetisierbaren oder der lichtempfindlichen Schicht sowie der Aufzeichnungstechniken sind diese Werte einem ständigen Wandel unterlegen. Sie betreffen alle Speichermedien: Halbleiterspeicher, Disketten, Festplatten, Magnetbänder, Compact Discs (CD) und DVDs.

  1. Bei Halbleiterspeichern liegt die maximale Speicherdichte bei der 0,1-micron-Technik bei 10exp13 bit/ccm. Es gibt DDR2 SDRAMs mit 2exp30 Speicherzellen.
  2. Festplatten hatten in den Anfangsjahren um 1958 Speicherdichten von etwa 2 kbit/qinch; die heutigen Magnetplatten verfügen dagegen über eine Speicherdichte von etwa 5 Gbit/qinch bis zu 20 Gbit/qinch, in der Spitze werden bis zu 100 Gbit/qinch erreicht. Mit neueren Verfahren wie dem Perpendicular-Recording oder dem Patterned Media, das mit vormagnetisierten Mustern arbeitet, sollen Speicherdichten von 1 Tbit/qinch erreicht werden.
  3. Bei Magnetbändern, bei denen die Speicherdichte in den 70er-Jahren noch bei etwa 2.000 bit/inch lag und Ende der 90er-Jahre bereits 1 MB/qinch betrug, werden Speicherdichten von 70 MB/qinch bis 100 MB/qinch avisiert. In Zusammenhang mit der AME-Technologie spricht man bereits von 1 Gbit/qinch und mehr.
  4. Eine rasante Entwicklung haben auch die optischen Speichermedien durchgemacht. Die DVD bringt es bei doppelseitiger Benutzung auf die 27-fache Speicherkapazität einer Compact Disc (CD), was einer Speicherdichte von etwa 1 GB/qinch entspricht.
  5. Bei Ultra Density Optical (UDO), der PDD-Disc und der Blu-Ray-Disc, optische Speichermedien mit höchster Dichte, liegt die Speicherdichte zwischen 7,4 GB/qinch und 30 GB/qinch.

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