ISDN-Adapterkarte

Um mit einem Personal Computer (PC) oder einer Workstation Datenübertragungen über ISDN durchführen zu können, muss die Endeinrichtung hardwaremäßig erweitert werden. Diese Erweiterung kann in Form einer internen ISDN-Adapterkarte erfolgen, über einen externen Adapter oder über eine PCMCIA-Karte.

Bei den internen Adapterkarten unterscheidet man ganz allgemein zwischen passiven und aktiven Karten. Passive Karten benötigen zur Steuerung einen Teil der PC-Rechenleistung, da sie über keinen eigenen Prozessor verfügen. Aktive Karten sind mit entsprechenden Zentraleinheiten (CPU) und Speichern ausgestattet, die die Kommunikationssteuerung, die Kompression und Datensicherung durchführen. Ein Grundmerkmal der Adapterkarte ist natürlich die im Endgerät verwendete Busstruktur, die konzeptspezifisch ist. Bei Personal Computern ist es ein PCI-Bus, ISA-Bus oder EISA-Bus.

Alle Hersteller von ISDN-Adapterkarten unterstützen die S0-Schnittstelle, einige auch die Primärmultiplexschnittstelle, die für LAN-Anbindungen verwendet werden kann. An Dienste- und Software-Unterstützung sind bei den Adapterkarten zu nennen die Datenkompression und die Datensicherung, die Kanalbündelung der Basiskanäle, die Modem- und die COM-Port-Emulation, die Unterstützung der Faxgruppe 3 sowie die Unterstützung mehrerer D-Kanal-Protokolle und die V.100- und V.120-Bitratenadaption.

Zu den Hauptaufgaben der ISDN-Adapterkarten gehören die Realisierung der Kommunikationsprotokolle im D-Kanal und in den B-Kanälen. Die Sprachübertragung erfolgt über die a/b-Schnittstelle und die Computer-Telefonie-Integration (CTI) über die so genannte X-Schnittstelle.

Informationen zum Artikel
Deutsch: ISDN-Adapterkarte
Englisch: ISDN adapter card
Veröffentlicht: 06.11.2006
Wörter: 224
Tags: PC-Komponenten ISDN-Komponenten
Links: a/b-Schnittstelle, Adapter, Zentraleinheit, Computer-Telefonie-Integration, Datenübertragung (DÜ)