IRIG (inter range instrumentation group)

Elektronische Systeme wie für die Kommunikation, Messtechnik, Telemetrie oder Datenverarbeitung benötigen für den Abgleich der Daten Informationen über den exakten Zeitpunkt der Erfassung, über die genaue Tageszeit und das Datum. Diese Informationen liefern Zeitcodes, die geneinsam mit den Daten erfasst werden.


Es gibt diverse Zeitcodes vor allem für Video, für die Videoaufzeichnung, den elektronischen Schnitt, das Überblenden usw. Der IRIG-Zeitcode (Inter Range Instrumentation Group) wird dagegen in der Messtechnik, in Datenloggern und in Mess- und Datenverarbeitungssystemen eingesetzt. Er stammt bereits aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und wurde zwischenzeitlich an die Bedürfnisse der modernen Messtechnik angepasst. Aus den einzelnen IRIG-Dokumenten erkennt man die Aktualisierung. So hat das originäre Dokument die Bezeichnung 104-60 und stammt aus 1960, die letzte Version 200-04 ist von 2004.

IRIG-Formate

IRIG-Formate

Der IRIG-Zeitcode besteht aus einem Buchstaben, gefolgt von drei Ziffern, wobei jeder Ziffer eine Eigenschaft zugeordnet wird. Der Buchstabe steht für die Anzahl der Synchronisationsimpulse. Diese können zwischen 1 Pulse pro Minute (PPM) und 10.000 Pulsen pro Sekunde (PPS) liegen. Die erste Ziffer kennzeichnet die Signalart, die zweite die Auflösung des Trägersignals und die dritte den Code.

Ein typisches Einsatzgebiet für den IRIG-Zeitcode ist die Erdbebenforschung, bei der an den verschiedensten Standorten Messdaten erfasst und zeitsynchron miteinander abgeglichen werden müssen. Nur so kann die Ausbreitung des Erdbebens exakt nachvollzogen werden.

http://irig.org

Informationen zum Artikel
Deutsch: IRIG-Zeitcode
Englisch: inter range instrumentation group - IRIG
Veröffentlicht: 14.10.2010
Wörter: 227
Tags: #Messgeräte und Testgeräte
Links: Auflösung, Code, Daten, Datenlogger, DV (Datenverarbeitung)