Dünnschichtsolarmodul

Dünnschichtsolarmodule sind in Dünnschichttechnik hergestellte Solarzellen, die zu einem Solarmodul zusammengefasst sind. Dünnschichtsolarmodule können aus polykristallinem und amorphem Silizium hergestellt werden, man benutzt aber meistens Elementverbindungen aus verschiedenen chemischen Elementen wie Cadmium, Indium, Gallium und Selen.


So werden Dünnschichtsolarmodule in Cadmiumtellurid (CdTe), Kupfer-Indium-Diselenid (CIS), Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS) oder Galliumarsenid (GaAs) ausgefürt, die auf ein Trägermaterial aus Glas oder einer Edelstahlfolie mit einer Schichtdicke von wenigen Mikrometern aufgedampft werden. Es entsteht eine größere Solareinheit, die mit Lasern in dünnere Streifen geschnitten wird. Die Schichtdicke beträgt lediglich einige wenige Mikrometer, 0,5 µm bis 2 µm.

Flexibles Dünnschichtsolarmodul in CIGS, Foto: global-solar.eu

Flexibles Dünnschichtsolarmodul in CIGS, Foto: global-solar.eu

Bei der Herstellung von Solarmodulen hat die Dünnschichttechnik die Vorteile, dass sie weniger Halbleitermaterial benötigt, die Herstellungsverfahren und die Halbleitermaterialien kostengünstig sind und das Solarmodul in sich flexibel ist. Zudem zeichnen sich Dünnschichtsolarzellen durch einen geringeren Leistungsverbrauch bei hohen Temperaturen und ein besseres Verhalten bei schwachem Lichteinfall aus. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 7 % bis 10 %. In Entwicklungslaboren wurden für CIGS-Solarzellen bereits Wirkungsgrade von etwa 25 % erreicht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dünnschichtsolarmodul
Englisch: thin film solar cell
Veröffentlicht: 13.07.2015
Wörter: 177
Tags: #Solartechnik, Photovoltaik
Links: CdTe (cadmium telluride), CIGS (copper indium gallium selenide), Dünnschichttechnik, GaAs (gallium arsenide), Halbleiter