Batterie-Balancing

Bei Mehrzellen-Akkus mit in Serie geschalteten Batteriezellen, bestimmt die schwächste Batteriezelle die Batteriekapazität von Mehrzellen-Akkus. Daher sollten unter Berücksichtigung des Alterungsprozesses alle Batteriezellen die identische Batteriekapazität aufweisen. Als intelligenter Lösungsansatz bietet sich hierfür das Battery Balancing an.


Bei Lithium-Ionen-Akkus und Lithium-Polymer-Akkus verändern sich beim Laden und Entladen durch chemische Prozesse die Batteriekapazitäten der einzelnen Batteriezellen. Dies liegt an den verschiedenen Kathodenmaterialien, was sich in unterschiedlichen Energiedichten, Leistungsdichten und Nennspannungen auswirkt. Als Ladeverfahren wird das IU-Ladeverfahren angewandt, das mit Konstantstrom und Konstantspannung arbeitet. Erfolgt das Laden und Entladen mit hohen Strömen, dann können chemische Veränderungen die Batteriekapazität negativ beeinflussen. Die Auswirkungen zeigen sich bei Mehrzellen-Akkus in unterschiedlichen Ladungszuständen.

Batteriemanagementsysteme sorgen mit dem Batterie-Balancing für gleiche Batteriekennwerte. Das bedeutet, dass die Ladespannung nicht über- oder unterschritten wird. Überschreitet eine Batteriezelle die Ladeschlussspannung, dann wird mit einer passiven Widerstandsschaltung oder mit einer aktiven elektronischen Begrenzerschaltung die Ladespannung begrenzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Batterie-Balancing
Englisch: battery balancing
Veröffentlicht: 23.04.2018
Wörter: 160
Tags: #Batterien, Akkus
Links: Batterie, Batteriekapazität, BMS (battery management system), CCCV (constant current constant voltage), Energiedichte