Flachbildschirm

Klassische Bildschirme arbeiten mit Kathodenstrahlröhren (CRT). Diese Technik basiert darauf, dass ein Elektronenstrahl über den gesamten Bildschirm abgelenkt wird und Phosphore zur Lichtemission anregt. Das für die Ablenkung des Elektronenstrahls erforderliche System benötigt eine gewisse Länge, die sich in der Bildschirmtiefe widerspiegelt.


Ganz anders ist es bei Flachbildschirmen (FPD), wo die in einzelnen Bildpunkte ansteuerbare Transistoren sind, die unmittelbar über eine Matrix geschaltet werden. Alle Flachdisplay-Techniken wie das TFT-Display, LCD-Display, SED-Display, OLED-Display, FED-Display, LCoS- oder Plasma-Display arbeiten auf dieser Basis und zeichnen sich gegenüber Röhrenmonitoren durch eine geringe Tiefe aus; daher die Bezeichnung Flachbildschirm.

Formate und Schnittstellen

84-Zoll-Flachbildschirm, Foto: LG

84-Zoll-Flachbildschirm, Foto: LG

Flachbildschirme gibt es für die Wiedergabe von Digitalfernsehen, für Video, als Displays für Computer und für den kommerziellen Einsatz. Die Displaygrößen und deren Auflösungen haben sich rasant entwickelt vom Kleinformat für Laptops, über gängige Größen für hochauflösendes Fernsehen (HDTV) bis hin zu Großformaten von 80 Zoll oder 90 Zoll, ja sogar weit über 100 Zoll Bilddiagonale. Parallel zur Bildschirmgröße haben sich auch die Auflösungen der Bildschirme erhöht, von HDTV mit 1.280 x 720 Pixel über den 2K-Standard und 4K-Standard mit 4.096 x 2.160 Pixel bis hin zu Ultra-HDTV und zum 8K-Standard.

Die bis dato benutzten Display-Schnittstellen mussten an die höheren Transferraten angepasst werden. Für die DVI-Schnittstelle, HDMI, den DisplayPort (DP), Mobile High-Definition Link (MHL), Unified Display Interface (UDI) und Thunderbolt gibt es entsprechende Versionen, die die enormen Datenmengen, die zwischen Rechner oder Blu-Ray-Player und Display übertragen werden müssen, beherrschen.

Die Standardisierung der ISO

Die ISO hat die Flachbildschirme im Standard 13406-2 genormt. Diese Standardisierung schafft einheitliche Maßstäbe und bietet damit eine Vergleichbarkeit von Produkten. Zu den standardisierten Qualitätsmerkmalen gehören unter anderem die Blickrichtungseigenschaften, Schaltzeiten der Bildpunkte und die maximale Anzahl defekter Pixel. Da der im Jahre 2001 verabschiedete Standard der rasanten Entwicklung der Flachbildschirme nicht mehr gerecht wurde, hat die internationale Standardisierungs-Organisation (ISO) mit dem Standard ISO 9241 einige Bewertungskriterien überarbeitet und in diesen Standard den älteren Standard 9241-1 für Röhren-Displays mit einbezogen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Flachbildschirm
Englisch: flat panel display - FPD
Veröffentlicht: 12.01.2016
Wörter: 350
Tags: #Displays
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