DisplayPort

DisplayPort ist eine von der Video Electronics Standards Association (VESA) standardisierte digitale Display-Schnittstelle für den Anschluss von Displays an Personal Computer und für die externe Box-to-Box-Kommunikation. Bei der Box-zu-Box-Kommunikation kann es sich um die Kommunikation zwischen einem Personal Computer (PC) und einem digitalen Display oder einem HDTV-Display handeln, ebenso um PC-interne Board-to-Board- oder Chip-to-Chip-Kommunikation.


VESA publiziert die von namhaften Unternehmen ausgearbeiteten Spezifikationen als Industriestandard, zu dessen optionalen Features die Übertragung von Audio und der Kopierschutz High-Bandwidth Digital Content Protection (HDCP) gehören.

Die Kenndaten des DisplayPort

Zu den Kenndaten des DisplayPorts gehören die Datenrate mit High Bit Rate (HBR) von 10,8 Gbit/s im Main-Channel mit dem hochauflösende Monitore mit 2.560 x 1.600 Pixeln oder Digital Signages mit einer Auflösung von 4K angesteuert werden können.

DisplayPort-Stecker, Foto: arlt.com

DisplayPort-Stecker, Foto: arlt.com

Die volle Datenrate kann über eine Kabellänge von 3 m übertragen werden, bei größeren Längen von bis zu 15 m reduziert sich die Bandbreite auf die Werte, die für die Übertragung von hochauflösendem Fernsehen (HDTV) mit progressive Scan, nämlich 1.080p, erforderlich sind.

Konfiguration 
   des DisplayPort

Konfiguration des DisplayPort

In der Versoin DisplayPort 1.3 beträgt die Nettodatenrate bei vier Kanälen und einer Symbolrate von 810 MHz 25,92 Gbit/s, was für hochauflösende Displays nach dem 5K-Standard mit einer Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixel bei 60 Hz und 8 Bit Farbtiefe ausreicht. Auch der 8K-Standard wird mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz und einem Farb-Subsampling von 4:2:0 unterstützt. Displays im 4K-Standard können mit der niedrigeren Version DisplayPort 1.2 angesteuert werden. Bei einer Symbolrate von 540 MHz beträgt die Datenübertragungsrate über einen Datenkanal 4,32 Gbit/s.

Die Schnittstelle des DisplayPorts ist in ihren elektrischen Eigenschaften vergleichbar der von PCI-Express. Sie benutzt einen kleinen benutzerfreundlichen Stecker und kann mit Kabellängen bis zu 15 m arbeiten. Auf einer PCI-Karte können vier DisplayPort-Stecker untergebracht werden. Da die Übertragung über Kupferkabel an ihre Grenzen stößt, gibt es als Alternative Lichtwellenleiter. Die LwL-Technik kann im DisplayPort 1.2 Datenraten von 21,6 Gbit/s über 100 m übertragen. Das entspricht dem 4K-Standard mit 24 Bit Farbtiefe und 60 Hz Bildwiederholfrequenz.

Das Schichtenmodell von DisplayPort

Vergleich 
   der digitalen Schnittstellen DisplayPort, LVDS, DVI und HDMI

Vergleich der digitalen Schnittstellen DisplayPort, LVDS, DVI und HDMI

DisplayPort hat eine Schichtenarchitektur und kann mit den verschiedensten Übertragungsmedien arbeiten, ohne Änderung des Link-Layers. Die Schnittstelle bietet Kompatibilität zum High Definition Multimedia Interface (HDMI) und zum Digital Visual Interface (DVI) und soll diese und das Low Voltage Differential Signalling (LVDS) langfristig ablösen.

Logo des DisplayPort (DP)

Logo des DisplayPort (DP)

Den DisplayPort-Stecker gibt es in verkleinerter Form als Mini DisplayPort für Laptops und als Nachfolger Thunderbolt. Eine DP-Version mit kleinerem DisplayPort-Stecker ist Micro DisplayPort für Smartphones und kleinsten Mobilgeräten. Mit Wireless DisplayPort (wDP) gibt es eine funkbasierte Version und für mobile Endgeräte das Mobility DisplayPort (MyDP). Außerdem gibt es das Internal DisplayPort (iDP) und als Embedded-Version den Embedded DisplayPort (eDP). Die Embedded-Version wird in Laptops und Tablets eingesetzt und löst das Übertragungsverfahren Low Voltage Differential Signalling (LVDS) ab. Außerdem komprimiert eDP den Datenstrom mit Display Stream Compression (DSC).

Informationen zum Artikel
Deutsch: DisplayPort
Englisch: DisplayPort - DP
Veröffentlicht: 26.12.2016
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Tags: #Schnittstellen
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