FPD-Link

Flat Panel Display Link (FPD-Link) wurde 1996 von National Semiconductor als erster offener Standard eines High-Speed digitalen Video-Interfaces entwickelt. Der FPD-Link wird häufig als internes Interface in Laptops, Flachbildschirmen oder LCD-Fernsehern eingesetzt, wo es den Ausgang der Grafikprozessoren mit dem Display verbindet. FPD-Link ist ein offener Standard und kann lizenzfrei genutzt werden. Eine von mehreren mit dem FPD-Link interoperablen Schnittstellen ist FlatLink von Texas Instruments.


Der FPD-Link war die erste groß-angelegte Schnittstelle mit LVDS-Protokoll, bei dem die elektromagnetische Verträglichkeit durch die differenzielle Übertragung verbessert wird. Bei LVDS werden die drei Farbsignale als drei differenzielle Signale seriell über drei verdrillte Leiterpaare übertragen. Ein viertes Leiterpaar überträgt das Taktsignal. Für höhere Farbauflösungen kann der FPD-Link auch über vier Adernpaare realisiert werden.

Die Weiterentwicklung des FPD-Links führte 2006 zu FPD-Link II, der speziell für das Infotainment in der Automotive-Technik und für Digitalkameras entwickelt wurde. Bei dieser Version wird das Taktsignal in den Farbsignalen eingebettet. Das bedeutet, dass das RGB-Signal und das Taktsignal über ein einzelnes verdrilltes Leiterpaar übertragen wird. Die Schnittstelle wird kompakter und einfacher.

2010 wurde die dritte Version FPD-Link III vorgestellt. Diese unterscheidet sich von FPD-Link II durch die bidirektionale Kommunikation, die über den gleichen Übertragungskanal abgewickelt wird. Über diese Verbindung werden Steuersignale übertragen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: FPD-Link
Englisch: FPD link
Veröffentlicht: 28.01.2016
Wörter: 215
Tags: #Schnittstellen
Links: Automotive-Technik, Bidirektional, Bildschirm, Differenzielles Signal, Digital