3D-Kino

Für die 3D-Projektion und für 3D-Kinos gibt es verschiedene technische Ansätze, die alle mit einer zusätzlichen optischen Lösung arbeiten. Von der Aufnahmetechnik her, werden 3D-Aufnahmen mit zwei Kameras gemacht, deren Objektive Augenabstand haben. Dadurch nehmen die beiden Kameras, bzw. die 3D-Kamera, die Bildsequenzen so auf, wie es ein Betrachter sieht, der an gleicher Stelle stehen würde. Die beiden versetzten Bildsequenzen sind synchronisiert und müssen und synchron wiedergegeben werden. Der geringste zeitliche Versatz würde zu einer vollkommen unrealistischen Darstellung führen.


Bei der Wiedergabe muss eine der beiden Bildfolgen, die sich durch eine verschiedene Perspektiven unterscheiden, nur für das linke Auge sichtbar sein, die andere nur für das rechte. Diese Trennung ist es, die den zweidimensionalen Bildsequenzen den stereoskopischen Eindruck hinzufügt.

3D-Projektion mit unterschiedlichen Polarisationswinkeln

3D-Projektion mit unterschiedlichen Polarisationswinkeln

Die ersten technischen Ansätze stammen aus den 50er Jahren und eigneten sich für Schwarz-Weiß-Filme. Das benutzte Verfahren basierte auf einer Projektion von Rot-Grün-Bildern, die über eine Farbfilterbrille getrennt wurden. Moderne Ansätze arbeiten bei 3D-Projektionen mit Polarisation und Polarisationsbrillen, auch Polbrillen genannt, bei 3D-Displays mit Shuttertechniken und Shutterbrillen.

Bei der Polarisationstechnik ist es so, dass die beiden Bilder in aus zwei Projektoren oder einem 3D-Projektor durch zwei vor den Projektionslinsen befindlichen Projektionsfilter in zwei um 90 Grad versetzten Polarisationsebenen polarisiert und als polarisierte Bildsequenzen auf die Projektionswand projiziert werden. Die Polarisationsebenen könnten 0 Grad und 90 Grad betragen, in der Praxis polarisiert man mit linearen Polarisationsfiltern in V-Anordnung mit den Winkeln von 45 Grad und 135 Grad. Die Trennung der beiden Bildsequenzen für das Auge erfolgt über Polarisationsbrillen, deren optische Brillengläser das Licht in den entsprechenden Polarisationsebenen durchlassen. Das Auge, bzw. das Gehirn integriert die beiden Bildsequenzen zu einer Darstellung mit guter Tiefenwirkung.

Eine verbesserte Darstellung mit höherer zeitlicher Auflösung von schnellen Bewegungsvorgängen, wird mit dem HFR-Kino (Higher Frame Rate) erzielt, das mit einer Bildwiederholfrequenz von 48 Einzelbildern pro Sekunde arbeitet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 3D-Kino
Englisch: 3D cinema
Veröffentlicht: 13.12.2012
Wörter: 321
Tags: #Projektoren
Links: 3D-Display, 3D-Kamera, 3D-Projektion, Auflösung, Bildwiederholfrequenz