Verkabelungsprinzipien

Bei der Verkabelung von Gebäuden sollten einige Richtlinien beachtet werden, die eine hohe Flexibilität und eine langfristige Investitionssicherung garantieren.


Ausgehend von einer strukturierten Verkabelung nach dem Verkabelungsstandard kommen als Übertragungsmedien grundsätzlich nur noch symmetrische Kabel, also TP-Kabel, und Lichtwellenleiter zum Einsatz. Bei der Gebäudeverkabelung sollten zur Erleichterung der Installation möglichst kurze Kabelwege angestrebt werden. Dazu sollten die Verteilerräume mit ihren Etagenverteilern in den einzelnen Stockwerken übereinander angeordnet sein. Jede Etage sollte über einen eigenen Verteilerraum verfügen. Ein solcher Verteilerraum muss hinreichend Platz bieten, um die gesamten Verteil- und Übertragungseinrichtungen, wie Telefonverteiler, Hubs, Patchfelder usw. aufnehmen zu können. Für die geordnete Unterbringung dieser Geräte sollten Verteilerschränke zur Verfügung stehen.

Aufbau der strukturierten Verkabelung mit den verschiedenen Bereichen

Aufbau der strukturierten Verkabelung mit den verschiedenen Bereichen

Ein solcher Verteilerpunkt sollte für jeweils etwa 1000 qm Etagenfläche vorgesehen werden und nach Möglichkeit für weniger als 500 Anschlüsse konzipiert werden. Von dem Etagenverteiler werden sternförmig vieradrige, besser achtadrige, Leitungen zu den Telekommunikationsanschlussdosen am Arbeitsplatz verlegt. Dabei ist eine eindeutige Kennzeichnung der Anschlüsse im Verteilerbereich unbedingt notwendig, um spätere langwierige Suchprozeduren zu vermeiden.

Jeder Arbeitsplatz sollte über zwei bis drei Anschlussdosen verfügen.

Die Zuordnung neuer Dienste oder eventuell notwendige Umkonfigurierungen durch Umzüge werden durch das Rangieren am Etagen- oder Gebäudeverteiler vorgenommen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Verkabelungsprinzipien
Englisch: cabling principles
Veröffentlicht: 10.10.2005
Wörter: 222
Tags: #Verkabelungsstrukturen
Links: Anschluss, ADO (Anschlussdose), Dienst, EV (Etagenverteiler), Gebäudeverkabelung