Strommessung

Strommessungen werden mit Strommessern, den Amperemetern, durchgeführt, bei höheren Strömen auch mit Stromtransformatoren oder Stromzangen. Bei Strommessungen mit dem Amperemeter wird der Stromkreis aufgetrennt und das Amperemeter in Reihe zum Verbraucher geschaltet.


Damit der Spannungsabfall am Amperemeter möglichst gering ist und keinen Messfehler verursacht, muss der Innenwiderstand (Ri) des Messgerätes klein sein. Da das Amperemeter in Reihe mit dem Verbraucher liegt, wird es von dem gesamten Verbraucherstrom durchflossen. Dieser Stromfluss verursacht am Innenwiderstand einen Spannungsabfall der die Gesamtspannung reduziert und damit auch den Strom, der durch das Amperemeter und den Verbraucher fließt. Je niedriger der Innenwiderstand, desto geringer ist der Spannungsabfall und der verursachte Messfehler.

Die Messung größerer Ströme erfolgt mit Stromtransformatoren, Messwandlern oder aber durch Vorschalten eines Parallelwiderstandes, eines Shunt-Widerstands. Die Techniken können für Messbereichserweiterungen benutzt werden.

Prinzip der Strommessung

Prinzip der Strommessung

Anders ist es bei Stromzangen. Sie arbeiten nach dem transformatorischen Prinzip mit der in die Wicklungen der Stromzange induzierten Spannung. Stromzangen, die ausschließlich nach dem transformatorischen Prinzip arbeiten, können aber nur für Wechselstrommessungen eingesetzt werden. Für die Messung von Gleichstrom werden Stromzangen mit Hall-Sensoren oder Magnetfeldsensoren ausgestattet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Strommessung
Englisch: current measurement
Veröffentlicht: 25.02.2014
Wörter: 190
Tags: #Messungen
Links: Amperemeter, Gleichstrom, Hall-Element, Innenwiderstand, Magnetfeldsensor