Q-Faktor

  1. Der Q-Faktor ist ein Maß für die Qualität von optischen Übertragungsstrecken. Er wird als Zahlenwert angegeben, der die Qualität des optischen Übertragungssignals widerspiegelt. "Q" steht dabei nicht als Akronym für Qualität, sondern ist das mathematische Formelzeichen für das Gaußsche Fehlerintegral. Der Q-Faktor erlaubt direkte Rückschlüsse auf die zu erwartende Bitfehlerrate.


    Ermittelt wird der Q-Faktor aus dem Augendiagramm, das bei einem höheren Q-Wert weiter geöffnet ist als bei einem niedrigeren.

  2. In der Audio- und HF-Technik wird der Q-Faktor für die Bewertung der Güte von Filtern benutzt. So definiert er beispielsweise bei Equalizern die Bandbreite des geregelten Frequenzbands. Ermittelt wird der Gütefaktor aus dem Quotienten von Mittenfrequenz und Bandbreite. So hat beispielsweise ein Filter mit einer Mittenfrequenz von 10 kHz und einer Bandbreite von 1 kHz eine Güte von 10. Je höher der Gütefaktor, desto schmaler die Bandbreite.

  3. In der Beschallungstechnik ist der Q-Faktor ein Maß für die Richtwirkung des Lautsprechers. Es handelt sich um eine frequenzabhängige Zahl, die sich aus dem Quotienten der Schallleistung auf der mittleren Abstrahlebene des Lautsprechers zu der Schallleistung in alle Richtungen des Raumes ergibt. Ein hoher Q-Faktor zeugt von einer hohen Richtwirkung.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Q-Faktor
Englisch: Q factor
Veröffentlicht: 22.08.2007
Wörter: 201
Tags: #Optische Netze #Audio-Kennwerte
Links: Akronym, Augendiagramm, Bandbreite, BER (bit error rate), Equalizer