Einschwingverhalten

Das Einschwingverhalten ist ein unerwünschter Effekt, der beim Übergang eines Zustands in einen anderen auftritt. Dieses Verhalten ist auf Trägheitsmomente, Hysteresen und Zeitkonstanten zurückzuführen und tritt immer dann auf, wenn sich ein Pegel abrupt von einem niedrigen Wert auf einen hohen Wert ändert, oder vice versa.


Das Einschwingverhalten kann durch zwei Kennwerte bestimmt werden:

  1. durch die Zeit, die der Einschwingvorgang dauert, der Einschwingzeit oder Attack Time, und
  2. durch den Pegel, der nach der Einschwingzeit erreicht wird.
Wegen der Verursacher, beispielsweise einer Zeitkonstanten, haben Einschwingvorgänge immer eine nichtlineare Funktion, die im Falle einer Zeitkonstante einen exponentiellen Verlauf hat. Das Einschwingverhalten wird in vielen Bereichen als DIN-Norm festgelegt und kann bei Überschreitung dieser Werte technische oder akustische Probleme verursachen und die Verständlichkeit oder die Übertragung beeinträchtigen.

Einschwingverhalten tritt in allen elektronischen, optischen und akustischen Bereichen auf, findet allerdings primär in der Akustik Beachtung, bei Verstärkern, Leistungsverstärkern, Hörgeräten, Lautsprechern und anderen Komponenten.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Einschwingverhalten
Englisch: build up response
Veröffentlicht: 06.03.2012
Wörter: 162
Tags: #Akustik-Grundlagen
Links: Akustik, Angriff, Hörgerät, Hysterese, Lautsprecher