Zeitkonstante

Die Zeitkonstante ist ein elektronischer Kennwert, der sich bei der Aufladung einer Kapazität oder Induktivität über einen Widerstand ergibt. Sie ist das Produkt aus dem Widerstandswert und der Kapazität des Kondensators (RxC) und, im Falle einer Induktivität, der Quotient aus der Induktivität und dem ohmschen Widerstand (L/R).


Bei der Zeitkonstanten handelt sich um die Zeit, die ein Kondensator benötigt, um über den Widerstand auf 63,2 % ( e-Funktion) der angelegten Spannung aufgeladen zu werden. Entsprechendes gilt für LR-Glieder. Die Zeitkonstante wird mit dem griechischen Buchstaben tau bezeichnet und in Sekunden (s) angegeben. 1 tau (RxC) entspricht also 63,2 %, 2 tau entsprechen 86,5 %, 3 tau 95,0 %.

Zusammenhang zwischen Zeitkonstanten 
   und Grenzfrequenz

Zusammenhang zwischen Zeitkonstanten und Grenzfrequenz

Überall dort, wo RC- oder LR-Kombinationen vorhanden sind oder eingesetzt werden, wie bei Differenzier- und Integriergliedern, bei Siebschaltungen und Filtern, ist die Zeitkonstante der RC-Kombination zu berücksichtigen, da sie in bestimmten Fällen die Bandbreite von Mess- und Übertragungseinrichtungen beeinträchtigt, ebenso wie das Einschwingverhalten von elektronischen Schaltungen.

Bestimmung der 
   Zeitkonstanten eines RC-Glieds

Bestimmung der Zeitkonstanten eines RC-Glieds

Über die Kreisfrequenz - griechisch Klein-Omega - kann aus der Zeitkonstanten die Grenzfrequenz von Vierpolen ermittelt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Zeitkonstante
Englisch: time constant
Veröffentlicht: 10.02.2014
Wörter: 182
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Bandbreite, e-Funktion, Einschwingverhalten, Filter, Grenzfrequenz