OSI-Management

Ziel des OSI-Managements ist die Integration unterschiedlicher Managementinstrumente in heterogenen Umgebungen, wobei der Begriff Netzwerkmanagement im Gegensatz zum OSI-Management einen umfassenderen Ansatz bildet.


Das OSI-Management bezieht sich auf OSI-Ressourcen (OSIE, OSI Environment) in einer OSI-Umgebung. In der Praxis soll das OSI-Management für Konformität und Interoperabilität im heterogenen Netzwerkmanagement sorgen. Das OSI-Management ist vor allem in großen nationalen und internationalen Netzen zu finden. Es ist von der internationalen Fernmeldeunion (ITU) akzeptiert und bildet die Basis für das Telecommunications Network Management, TNM.

Konzeptionelle Architektur vom 
   OSI-Management

Konzeptionelle Architektur vom OSI-Management

Die Entwicklung zum OSI-Management

Für das OSI-Management wurden seit 1979 Standards erarbeitet und als Draft (DIS) oder internationaler Standard veröffentlicht. Die Standards umfassen die Architektur des OSI-Managements, ein Anwendungsprotokoll sowie die Mittel, wie Managementinformationen zu behandeln, darzustellen und auszuwerten sind.

OSI-Management-Architektur

OSI-Management-Architektur

Das OSI-Management-Framework ist ein ISO-Standardisierungsdokument (DIS 7498-4), das Richtlinien für die Koordination der Weiterentwicklung bestehender OSI-Management-Standards angibt. Das Framework definiert die Terminologie des OSI-Managements und beschreibt seine grundsätzlichen Konzepte. Dazu wird als Ergänzung zum OSI-Referenzmodell ein abstraktes Modell erstellt, das Ziele und Möglichkeiten des OSI-Managements aufzeigt. Darüber hinaus definiert das Framework die fünf Funktionsbereiche, das Konzept des Layer-Managements sowie das für die Managed Objects (MO). Managed Objects sind definiert durch ihre Eigenschaften, den Operationen, die auf ihnen ausgeführt werden können, sowie den Beziehungen zu anderen Managed Objects und werden in einer MIB abgelegt.

Das Konzept für das OSI-Management

Funktionsbereiche des OSI-Management

Funktionsbereiche des OSI-Management

Das Konzept für das OSI-Systemmanagement wurde Ende 1988 erheblich erweitert und überarbeitet. Es gibt jetzt zwei wichtige konzeptionelle Gruppen:

Systemmanagement-Modelle und Systemmanagement-Standards. Das Systemmanagement (SMO), das unter dem International Standard (IS) 10040 standardisiert ist, gibt einen Überblick über das OSI-Management.

Folgende Systemmanagement-Standards sind wichtig: Common Management Information Services / Common Management Information Protocols (CMIS/CMIP) sind OSI-Protokolle und Dienste für die Dialoge zwischen den Stellen, die Managementfunktionen auslösen, und den Stellen, die Managementfunktionen ausüben.

Funktionalitäten-Modell des OSI-Management

Funktionalitäten-Modell des OSI-Management

Das Funktionsmodell führt das Konzept der spezifischen Management-Funktionsbereiche SMFA ein. Danach gibt es fünf Funktionsbereiche:

  • Konfigurationsmanagement als Menge von Funktionen zur Identifikation, Überwachung und Kontrolle von Managed Objects zur Unterstützung der unterbrechungsfreien Operation von Verbindungsdiensten.
  • Fehlermanagement zur Bearbeitung von Fehlerzuständen.
  • Leistungsmanagement als Menge von Funktionen zur Bewertung des Verhaltens von Objekten und der Effektivität der Verbindungsaktivitäten.
  • Sicherheitsmanagement ermöglicht die Kontrolle und Verteilung von Informationen im Rahmen der Sicherstellung der Informationsintegrität in verschiedenen offenen Systemen.
  • Abrechnungsmanagement ist eine Menge von Funktionen, die es ermöglicht, Leistungen eines offenen Systems auf der Basis der Benutzungskosten für Managed Objects abzurechnen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: OSI-Management
Englisch: OSI management
Veröffentlicht: 03.11.2013
Wörter: 426
Tags: #OSI-Netzwerkmanagement
Links: Architektur, CMIP (common management information protocol), CMIS (common management information service), Dialog, Dienst