Nachrichtenvermittlung

Bei der Nachrichtenvermittlung wird eine zu übertragende Nachricht an das Netz übergeben und dort im Store-and-Forward-Verfahren eventuell über verschiedene Zwischenknoten zum Empfänger weitergeleitet. Das Verfahren nutzt keine bereitgestellte physikalische Verbindung und überträgt die Nachrichten zwischen den angeschlossenen Endeinrichtungen mittels standardisierter Transporteinheiten ( Datenpakete, Zellen, Blöcke, Frames usw.). Dabei werden die Transporteinheiten von Netzteilstrecke zu Netzteilstrecke unter jeweiliger Zwischenspeicherung bis zur adressierten Endeinrichtung weitergereicht.


In jedem Zwischenknoten wird die Nachricht als Ganzes gespeichert und nach Freigabe des nächsten Übertragungsabschnittes an den folgenden Zwischenknoten weitergegeben. Wegen der Zwischenspeicherung wird diese Vermittlungstechnik auch als Speichervermittlung bezeichnet.

Nachrichtenvermittlungsprinzip

Nachrichtenvermittlungsprinzip

Entsprechend der Reservierung der kommunikationsbeteiligten Ressourcen und der Wegewahl der Transporteinheiten unterscheidet man bei Nachrichtenvermittlungen die beiden Betriebsarten verbindungsorientierte und verbindungslose Vermittlung. Da kein direkter Verbindungsaufbau oder -abbau notwendig ist, eröffnet sich die Möglichkeit zur Schaffung einer virtuellen Verbindung zwischen Quelle und Senke. Das Nachrichtenvermittlungsverfahren bedingt Verzögerungszeiten und den Einsatz von Routing-Verfahren.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Nachrichtenvermittlung
Englisch: message switching - MS
Veröffentlicht: 30.01.2012
Wörter: 156
Tags: #Weitverkehrsnetze #Mitteilungsdienste
Links: Datenpaket, Datensenke, Empfänger, EE (Endeinrichtung), Frame