Kontaktwiderstand

Der Kontaktwiderstand ist Teil des Übergangswiderstandes (Transfer Resistance), der bei der Durchleitung des elektrischen Stroms von einem Leiter in einen anderen Leiter auftritt. Der Übergangswiderstand setzt sich zusammen aus dem Kontaktwiderstand und dem Widerstand des elektrisch leitenden Materials.


Je sicherer die Verbindung mechanisch und elektrisch ausgeführt ist, umso geringer ist der Widerstand an der Kontaktstelle. Er sollte im Verhältnis zu den anderen in einer Schaltung auftretenden Widerständen gering sein, damit die Funktion nicht beeinflusst wird. Ein schlechter Kontakt kann in der Elektronik ein ganzes System gefährden. In der Übertragungstechnik führen Kontaktstellen zu Dämpfungen, die bei der Pegelbetrachtung zu berücksichtigen sind.

Der ideale Kontaktwiderstand zwischen geschlossenen Kontakten ist praktisch Null. In der Praxis liegt er bei wenigen Milli-Ohm.

Bei Relais liegt der Kontaktwiderstand bei weniger als 0,1 Milli-Ohm. Darüber hinaus spielt bei Relais das Verhalten des Kontaktwiderstandes über die Lebensdauer eine wichtige Rolle. Der Kontaktwiderstand nimmt durch Oxidation und Korrosion über die Lebensdauer zu und kann nach mehreren Millionen Schaltzyklen durchaus 1 bis 2 Ohm betragen.

In der Energieübertragung mit Strömen von einigen hundert Ampere (A) muss der Kontaktwiderstand äußerst gering sein, damit sich die Kontaktstellen nicht erwärmen, was zu Bränden führen kann. Die Kontaktwiderstände liegen bei der Leistungselektronik zwischen 100 Mikro-Ohm und 1 Milli-Ohm. Die Größe des Kontaktwiderstandes hängt vom Kontaktwerkstoff, seiner Mikro-Rauhigkeit, der Geometrie, der chemische Schichten sowie von der Größe der Kontaktfläche und der Kontaktkraft ab. Je größer die Fläche, desto geringer der Kontaktwiderstand.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kontaktwiderstand
Englisch: contact resistance
Veröffentlicht: 07.01.2014
Wörter: 254
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Ampere, Elektronik, Erbium, Lebensdauer, Leistungselektronik