ITU-Grid

Die internationale Fernmeldeunion (ITU-T) hat in den Empfehlungen G.692 und G.694 mit dem ITU-Grid Wellenlängebereiche spezifiziert, die sich besonders für die optische Übertragung eignen. Sie zeichnen sich aus durch niedrige Dämpfung und geringe Dispersion.


Die von der ITU spezifizierten Wellenlängen und Kanalabstände sind für Wellenlängenmultiplex (WDM), Coarse Wavelength Division Multiplexing (CWDM) und Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM) definiert. Je nach Wellenlängenmultiplex unterscheiden sich die Wellenlängenabstände und die Sicherheitsabstände zwischen den Wellenlängen.

Im ITU-T-Standard G.694 geht es um DWDM und CWDM. In G.694.1 wird das ITU-Grid, das auch als Telekommunikationsfenster bezeichnet wird, für DWDM spezifiziert. Danach ist bei DWDM zwischen zwei Wellenlängen ein Sicherheitsabstand von 0,8 nm. Es gibt allerdings Entwicklungen, die mit dem halben oder sogar mit einem Viertel des Wellenlängenabstandes, also mit 0,4 nm oder sogar mit 0,2 nm arbeiten. Der 0,8-nm-Abstand entspricht einem Spacing von 100 GHz.

Optische Übertragungsfenster nach ITU, ITU-Grid

Optische Übertragungsfenster nach ITU, ITU-Grid

In ITU-T G.694.2 aus dem Jahr 2002 wird CWDM mit einem Wellenlängenabstand von 20 nm standardisiert. Die Wellenlängenbereiche sind in insgesamt fünf Wellenlängenbänder eingeteilt, in denen insgesamt 18 Wellenlängen für die optische Übertragung zur Verfügung stehen. Dies sind das O-Band (Original) mit fünf Wellenlängen zwischen 1.260 nm und 1.360 nm, das E-Band (Extended) mit Wellenlängen zwischen 1.360 nm und 1.460 nm, das S-Band (Short Wavelength) mit drei Wellenlängen zwischen 1.460 nm und 1.530 nm, das C-Band (Conventional) mit zwei Wellenlängen zwischen 1.530 nm und 1.565 nm, das L-Band (Long Wavelength) mit drei Wellenlängen zwischen 1.565 nm und 1.625 nm und das U-Band (Ultralong Wavelength) zwischen 1.625 nm und 1.675 nm.

Informationen zum Artikel
Deutsch: ITU-Grid
Englisch: ITU grid
Veröffentlicht: 04.01.2018
Wörter: 264
Tags: #Optische Übertragung
Links: C-Band, CWDM (coarse wavelength division multiplexing), Dämpfung, Dispersion, DWDM (dense wavelength division multiplexing)