Telekommunikationsfenster

Telekommunikationsfenster sind optische Übertragungsbereiche, die sich durch eine geringe Dämpfung auszeichnen. Sie entsprechen den Wellenlängenbereichen der optischen Fenster bei 850 nm, 1300 nm und 1.550 nm. Die ITU hat für diese Wellenlängen in ihrem ITU-Grid drei Übertragungs- oder Telekommunikationsfenster mit mehreren optischen Bändern festgelegt.


Der unterste Wellenlängenbereich ist der zwischen 800 nm und 900 nm und wird für kurze Entfernungen und für lokale Netze benutzt. In diesem Bereich werden als Laserdioden aus Galliumarsenid oder Aluminiumgalliumarsenid oder Leuchtdioden als Lichtquellen und Fotodioden als Lichtempfänger eingesetzt.

Optische Übertragungsfenster 
   nach ITU, ITU-Grid

Optische Übertragungsfenster nach ITU, ITU-Grid

Das zweite optische Fenster liegt bei 1.300 nm und zeichnet sich gegenüber dem 800-nm-Fenster durch eine geringere Dämpfung und chromatische Dispersion aus. In diesem Wellenlängenbereich sind das O-Band und das E-Band. Da Faserverstärker für diese Wellenlängen nicht die Werte von EDFA-Verstärkern erreichen, werden in der optischen Übertragung überwiegend das dritte Telekommunikationsfenster bei 1.550 nm mit dem S-Band, dem C-Band und dem L-Band genutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Telekommunikationsfenster
Englisch: telecom window
Veröffentlicht: 16.05.2018
Wörter: 162
Tags: #Optische Übertragung
Links: AlGaAs (aluminium gallium arsenide), C-Band, Chromatische Dispersion, Dämpfung, E-Band