Fingerabdruckerkennung

Die Fingerabdruckerkennung, die Daktyloskopie, ist ein biometrisches Sicherungsverfahren über das der authentisierte Zugang zu Geräten und Netzen gesichert wird. Da die Papillarlinien des Fingerabdrucks bei jedem Menschen unverwechselbar und nicht veränderbar sind, stützen sich mehrere Verfahren auf diese charakteristischen Merkmale. Die Einzigartigkeit wird mit eins zu einer Millionen angegeben.


Verfahrensmäßig werden bei der Erkennung von Fingerabdrücken biometrische Merkmale extrahiert. Mehrere dieser spezifischen Merkmale, die sich in Bögen, Wirbeln, Verzweigungen, Inseln und Schleifen zeigen, werden von Fingerabdruckscannern erfasst und ausgewertet.

Kennzeichnung der Minutien in einem Fingerabdruck, Foto: 
   GMD Darmstadt

Kennzeichnung der Minutien in einem Fingerabdruck, Foto: GMD Darmstadt

Man unterscheidet drei verschiedene Erkennungsverfahren, die in den Fingerabdruckscannern umgesetzt werden: Directional Codes, Vector Line Type Analysis und Minutien. Beim Directional Codes wird die Richtung der Papillarlinien erfasst, bei der Vector Line Type Analysis (VLTA) werden die feinen Hautlinien des Fingerabdrucks an bestimmten Punkten analysiert und bei Minutien die Endungen und Verzweigungen der Papillarlinien.

FAR- 
   und FRR-Werte für verschiedene biometrische Verfahren

FAR- und FRR-Werte für verschiedene biometrische Verfahren

Die Fingerabdruckerkennung ist ein biometrisches Verfahren mit einer relativ geringen Fehlerrate. Bei diesem Verfahren sind die Anforderungen an die Falsch-Akzeptanzrate (FAR) und die Falsch-Zurückweisungsrate (FRR) sehr hoch. Die Falsch-Akzeptanzrate liegt zwischen 0,001 % und 2 %, das bedeutet, dass von 1.000 aufgenommenen Fingerabdrücken weniger als ein gültiger Fingerabdruck abgelehnt wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fingerabdruckerkennung
Englisch: fingerprint identification
Veröffentlicht: 25.03.2013
Wörter: 205
Tags: #Peronenschutz
Links: Biometrie, Directional Codes, FAR (false acceptance rate), Fehlerrate, Fingerabdruckscanner