DPCM (differential pulse code modulation)

Bei der differenziellen Pulscodemodulation (DPCM) handelt es sich um ein verlustbehaftetes Codierverfahren, bei dem der Differenzbetrag von zwei aufeinander folgenden Abtastwerten codiert wird. Dabei wird aus vergangenen Samplewerten ein Prädiktor berechnet, der vom aktuellen Samplewert abgezogen und dessen Prädiktionsfehler übertragen wird. Empfangsseitig wird ebenfalls aus vergangenen rekonstruierten Abtastungen ein Prädiktor errechnet und mit dem übertragenen Prädiktionsfehler korrigiert.


Im Gegensatz zu DPCM arbeitet Adaptive Delta Pulse Code Modulation (ADPCM) ebenfalls mit Prädiktion, passt aber das prädiktive Signal an das Eingangssignal an, wodurch eine bessere Vorhersage möglich ist. Das Verfahren wird in der Sprachdigitalisierung angewendet und hat den Vorteil, dass zur Codierung eines Abtastwertes wesentlich weniger Bits benötigt werden, was zu einer wesentlichen Datenreduzierung führt. Bei diesem Verfahren können bei großen Differenzen zwischen benachbarten Abtastwerten Fehler auftreten. Diese können dadurch behoben werden, indem man nach einigen Abtastungen wieder den vollen Amplitudenwert anstelle des Differenzwertes abtastet.

Nachteilig ist bei diesem Verfahren, dass ein Pegelverlust von 6 dB/ Oktave entsteht und dadurch das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) um 6 dB/Oktave sinkt und hohe Töne schlechter übertragen werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Differenzielle Pulscodemodulation
Englisch: differential pulse code modulation - DPCM
Veröffentlicht: 03.02.2004
Wörter: 186
Tags: #Modulationstechniken
Links: Abtastung, ADPCM (adaptive delta pulse code modulation), Bit (binary digit), Codierung, dB (decibel)