Sprachcodec

Sprachcodecs sind software- oder hardwaremäßige Funktionseinheiten in denen Sprache digitalisiert und komprimiert wird, damit sie über digitale und paketvermittelte IP-Netze übertragen werden kann.


In Sprachcodecs werden verschiedene Verfahren der Sprachkompression angewandt, die auf die jeweiligen Anforderungen an die Netze abgestimmt sind. Ziel aller Kompressionsverfahren ist es, die Sprache mit möglichst niedriger Übertragungsrate in hoher Sprachqualität übertragen zu können. Da bei der Quantisierung der Sprache Verzögerungen auftreten, die die Sprachqualität beeinträchtigen, ist bei der Auswahl der Sprachcodecs immer mit Kompromissen zu arbeiten. Die internationale Fernmeldeunion (ITU) hat in ihren G-Empfehlungen G.721 bis G.729 verschiedene Sprachcodecs mit unterschiedlichen Kompressionsalgorithmen standardisiert.

Codierverfahren 
   für die Sprachübertragung

Codierverfahren für die Sprachübertragung

Die Sprachqualität von Sprachcodecs wird wesentlich durch die bei der Quantisierung auftretenden Verzögerungszeiten und den Jitter beeinträchtigt, aber ebenso durch die Dekompression. Mit höher werdender Sprachkompression, verringert sich die Sprachqualität, die als MOS-Wert angegeben wird.

Struktur eines Voice-Terminals und korrespondierender Protokolle

Struktur eines Voice-Terminals und korrespondierender Protokolle

An bekannten Verfahren für die Sprachkompression sind zu nennen die Pulscodemodulation (PCM), Adaptive Delta Pulse Code Modulation (ADPCM), Code Excited Linear Prediction (CELP), Algebraic Code Excited Linear Prediction (ACELP), Low Delay, Code Excited Linear Prediction (LD-CELP), Multiple Maximum Likehood Quantization (MPMLQ), Harmonic Vector Excitation (HVXC) u.a.

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