C2C (car to car communication)

Die Car-to-Car-Kommunikation (C2C) - im Englischen ist die Bezeichnung Vehicle-to-Vehicle-Communication (V2V) gebräuchlich - ist der direkte Informationsaustausch zwischen fahrenden Fahrzeugen. Mit dieser mobilen Kommunikation können funktionsfähige Funknetze und neue Anwendungen realisiert werden. Dazu gehören rechtzeitige Informationen über Straßen- und Verkehrsverhältnisse wie Glatteis, Aquaplaning, Unfälle oder stehengebliebene Fahrzeuge. Bei dieser sicherheitsrelevanten Anwendung sendet der entsprechende Verkehrsteilnehmer mit den Daten aus dem Navigationssystem den Hinweis auf den Gefahrenort.


Weitere, den Verkehrsfluss betreffende Informationen, sind Hinweise über Ampelphasen, Stop-and-Go-Fahrten oder ständiges Anfahren und Anhalten an Baustellen etc. Auch kann die Parkplatzsuche resp. die Information über freie Parkplatzkapazitäten in eine solche Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation einbezogen werden.

Kommunikationskonzepte 
   für Connected Cars

Kommunikationskonzepte für Connected Cars

Bei der Car-to-Car-Kommunikation werden zwischen den Autos standardisierte Nachrichten über die Luftschnittstelle ausgetauscht. Die Nachrichten über die aktuelle Verkehrssituation werden in den ITS-Stationen des Cooperative Intelligent Transport System (C-ITS) verwaltet und zyklisch oder Ereignis-bedingt gesendet. Es gibt die Cooperative Awareness Message (CAM), die Decentralized Environmental Notification (DEN), Signal Phase and Time (SPaT) und die Topology Specification (TO-PO).

Der Frequenzbereich und die Sendeleistung

Funktelegramm der Car-to-Car-Kommunikation (C2C)

Funktelegramm der Car-to-Car-Kommunikation (C2C)

Die Europäische Union hat für C2C-Anwendungen den Mikrowellenbereich zwischen 5,875 GHz und 5,905 GHz freigegeben, wobei die Car-to-Car-Kommunikation die Funktechnik von WLANs nach 802.11p nutzt. Die Sendeleistung (EIRP) ist auf 23 dBm/ MHz festgelegt, sie darf 33 dBm nicht überschreiten. Die von einem Fahrzeug ausgesendeten Funktelegramme enthalten die per GPS-System ermittelte Fahrzeugposition nebst Zeit- und Geschwindigkeitsangabe, darüber hinaus wird der Bereich festgelegt, in dem andere Fahrzeuge gewarnt werden müssen und das Ereignis wird codiert übertragen. Beispielsweise Fahren im Schritttempo oder stehender Verkehr oder abruptes Bremsen.

Die Fahrzeuge, die die Funktelegramme empfangen, arbeiten als Repeater und verbreiten die Nachricht weiter, wodurch der Informationsraum vergrößert wird. Wie weit die Nachricht verbreitet wird, liegt an der Relevanzzone, das ist der Bereich, der für das Ereignis von Relevanz ist. Bei einer kurzen Bremsung ist die Relevanzzone natürlich wesentlich kleiner als bei dem Hinweis auf einen Stau. Diese Relevanzzone wird von dem sendenden Fahrzeug vorgegeben, was dazu führt, dass die Verbreitung über die Repeater-Fahrzeuge einen geringeren oder größeren Bereich einschließt.

Konzeptionell ist auch an eine Kommunikation über Roadside Units (RSU) oder Intelligent Roadside Station (IRS) vorgesehen, die über Access Router (AR) miteinander verbunden sind. C2C-Netze, die über diese Komponenten kommunizieren sind Wireless Access for Vehicular Environment (WAVE) und Vehicular Ad-Hoc Networks (VANET).

C2C und V2V sind in dem Themengebiet V2X, Vehicle to Everything, zusammengefasst.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Car-to-Car-Kommunikation
Englisch: car to car communication - C2C
Veröffentlicht: 24.08.2016
Wörter: 422
Tags: #Verkehr
Links: Access-Router, C2C (consumer to consumer), CAM (cooperative awareness message), C-ITS (cooperative intelligent transport system), Daten