Spoofing
spoofing
- In der Netzwerktechnik ist Spoofing eine Technik zur Reduzierung des Bandbreitenbedarfs im Internetworking. Mit dieser Technik wird der Netzwerk-Overhead reduziert und dadurch die Kosten bei der Übertragung über Weitverkehrsnetze ebenso wie die Netzauslastung gesenkt. Das Spoofing reduziert zyklisch gesendete Nachrichten, wie Netzwerkmanagement-Informationen, dadurch, dass ein Router als Proxy arbeitet und für ein angeschlossenes Remote-Gerät antwortet. Durch das Spoofing erscheint dem LAN-Gerät beispielsweise eine Verbindung als noch bestehend, obwohl sie bereits abgebaut wurde. Das hat bei Weitverkehrsverbindungen den Vorteil, dass eine Verbindung beim Ausbleiben von Nutzdaten nach einer gewissen Zeit abgebaut werden kann, obwohl sie normalerweise durch die zyklischen Management-Datenpakete aufrechterhalten bleiben müsste.
In der Internet-Terminologie hat Spoofing eine eigene Bedeutung, und zwar die Angabe einer falschen Adresse. Durch die falsche Internetadresse täuscht jemand vor, ein autorisierter Benutzer zu sein. Maßnahmen gegen das Spoofing, die den Missbrauch von IP-Adressen verhindert, nennt man Anti-Spoofing.
Es gibt das IP-Spoofing, DNS-Spoofing, WWW-Spoofing, Address Spoofing und ARP-Spoofing, die mit simulierter IP-Adresse anhand der Host-Adresse oder des Domainnamen oder mit der Zuordnung zwischen IP- und Hardwareadresse fungieren.
Das Spoofing, die Verschleierung oder Manipulation der eigenen Identität, wird auch in der Mobilkommunikation angewandt, und zwar als SMS-Spoofing. Dabei werden die eigenen Absenderdaten durch vorgetäuschte Namen, Jokes, Zahlen oder eigenwillige Imitate wie "Bundeskanzlerin" oder "Papst", ersetzt. Die Ziele von SMS-Spoofing können vielfältig sein, so geht es den Einen um den Spaß, anderen um Betrug und die Ermittlung von geheimen Konten- oder Identitätsnummern, und wieder anderen um den Versand von Viren.
Die Nutzung des Kurnachrichtendienstes (SMS) mit vorgetäuschten Identitäten ist in einigen Ländern strafbar.


