Mobilkommunikation

mobile communications

Die Mobilkommunikation umfasst die verschiedenartigsten technischen Ausprägungen. Die Mobilkommunikation beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Technologie oder Kommunikationsart wie etwa das schnurlose Telefon oder das Autotelefon, gemeinsam ist ihnen jedoch die Eigenschaft, Kommunikation in allen Formen unterwegs, also zu Lande, zu Wasser und in der Luft mittels mobiler Kommunikationsgeräte zu betreiben. Mobilkommunikation kann überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo Menschen nicht ständig über ein stationäres Endgerät kommunizieren können, aber kommunikationsfähig sein sollten.


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Mobilkommunikationstechniken, deren Mobilität und Datenrate
Mobilkommunikationstechniken, deren Mobilität und Datenrate lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Dem unterschiedlichen Mobilitätsbedarf tragen auch unterschiedliche Systeme und Netze Rechnung, die spezifische Mobilitätsanforderungen erfüllen.

Im Privatbereich sind das die schnurlosen Telefone mit zellenbegrenzter Mobilität, bzw. im Firmenbereich mit zellenübergreifender Mobilität. Die dafür vorgesehenen Verfahren und Netze heißen CT1 (Cordless Telephony), CT2 und DECT. Im Firmenbereich ist außerdem der Betriebsfunk zu nennen.

Übersicht Mobilkommunikation
Übersicht Mobilkommunikation lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Regionalen Charakter zeichnet den Bündelfunk aus, einen intelligenten Netzdienst mit regionalen Zellularnetzen, dessen bekanntester Vertreter das DCS-1800-Netz ist.

Im nationalen Bereich sind die bundesweiten zellularen Mobilfunknetze zu nennen. Seit Beginn der 80er Jahre zeichnen sich im Bereich der Funktelefonnetze einschneidende Entwicklungen ab. Die ersten Netze, das A-Netz und das B-Netz, die im 150-MHz-Bereich arbeiteten, waren reine Analognetze, sowohl für die Signalisierung als auch für die Sprachübertragung. Die folgenden Mobilfunknetze folgten in ihrer Benennung dem Alphabet.

Die rasante Entwicklung der Mobilfunknetze reicht von den analogen bis hin zu den leitungs- und paketvermittelten digitalen Funknetzen.

Das C-Netz, das im 450-MHz-Bereich arbeitet, ist in der Übertragung noch analog, in der Signalisierung bereits digital. Die genannten Netze, das A-Netz, das B-Netz und das C-Netz gehören zu den Mobilfunknetzen der 1. Generation (1G).

Die verschiedenen Generationen an Mobilfunknetzen
Die verschiedenen Generationen an Mobilfunknetzen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Mit dem GSM-Standard wurden die ersten rein digital arbeitenden Netze ins Leben gerufen, das D-Netz und das E-Netz, die in den Frequenzbereichen von 900 MHz und 1.800 MHz arbeiten. Als weitere mit digitaler Übertragungstechnik und Leitungsvermittlung arbeitenden Netzen sind DECT und HSCSD zu nennen. Diese Netze gehören zu den Mobilfunknetzen der 2. Generation (2G).

Die 3. Generation der Mobilfunknetze ist durch UMTS geprägt. Dazwischen gibt es noch die 2,5. Generation, auf GSM basierende Netze mit Paketvermittlung, GPRS und EDGE.

Im internationalen Bereich geht die Entwicklung hin zu GSM mit internationalem Roaming, und in der globalen Mobilkommunikation wird PCN standardisiert, die personenbezogene Kommunikation.

Übersicht über zellulare Netze und satellitengestützte Mobilkommunikation
Übersicht über zellulare Netze und satellitengestützte Mobilkommunikation lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Durch die Liberalisierung im Telekommunikationssektor werden mobile Kommunikationsdienste sowohl von der Deutschen Telekom AG als auch von privaten Diensteanbietern angeboten.

Die nachfolgende Auflistung zeigt den aktuellen Stand über verfügbare und geplante Mobilkommunikationsdienste in Deutschland.

Technologien und Märkte für die Mobilkommunikation
Technologien und Märkte für die Mobilkommunikation lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

C-Netz: Das C-Netz ist ein Funktelefonnetz und wird in Deutschland nahezu flächendeckend von DeTeMobil angeboten. Es ist seit 1986 verfügbar und wird nach 2005 eingestellt. Als Kommunikationsformen werden Sprache, Daten und Fax unterstützt.

D-Netz: Das D-Netz ist ebenfalls ein Funktelefonnetz und wird als D1-Netz von DeTeMobil angeboten, als D2-Netz von Mannesmann Mobilfunk/Vodafone. Die D-Netze sind seit 1992 bundesweit flächendeckend verfügbar und unterstützen Sprache, Daten und Fax.

E-Netz: Das E-Netz ist ebenfalls ein Funktelefonnetz, das sich in das E1-Netz und das E2-Netz aufteilt. Das E1-Netz ist bekannter unter der Bezeichnung E-Plus und wird von der E-Plus-Mobilfunk GmbH betrieben. An Kommunikationsformen unterstützt das E-Plus Sprache, Daten und Fax. Es ist seit 1994 verfügbar und deckte Ende 1995 ca. 90 % des Bundesgebietes ab. Im E-Netz besteht die Möglichkeit, sich in das europäische DCS-1800-Netz einzubuchen. Das E2-Netz ist seit 1997 verfügbar.

HSCSD: High Speed Circuit Switched Data ist der von der ETSI ausgearbeitete Standard für die Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation in GSM-Netzen. Mit HSCSD werden Übertragungsraten von 76,8 kbit/s erreicht.

GPRS: General Packet Radio System arbeitet mit einer Datenübertragung nach X.25 über GSM. Mit GPRS können Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 171 kbit/s erzielt werden.

EDGE: Enhanced Data Service for GSM Evolution ist ein Mobilkommunikationssystem mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 384 kbit/s, das über GSM arbeitet.

UMTS: Universal Mobile Telecommunications System ist ein vom ETSI 1998 standardisiertes Mobilfunksystem für die universelle Mobilfunk-Telekommunikation. Dieser Standard soll die bisherige Mobilkommunikation über GSM, wie sie in den D- und E-Netzen angewandt wird, und die Zwischenschritte über HSCSD, GPRS und EDGE ablösen. Vor allem im Bereich der Multimediatechnik eröffnet UMTS dank seiner wesentlich höheren Übertragungsraten leistungsfähige Multimediadienste. Mit der Weiterentwicklung hin zu High Speed Packet Access (HSPA) mit den Varianten HSDPA und HSUPA werden mobile Dienste mit Datenrate von 10 Mbit/s und höher realisiert. Diese Netze gehören zu den Mobilfunksystemen der 3. Generation (3G).

UMTS-Studie von Siemens. Oberhalb des Displays befindet sich die Videokamera
UMTS-Studie von Siemens. Oberhalb des Displays befindet sich die Videokamera lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Chekker: Chekker ist ein in Deutschland seit 1990 verfügbarer Bündelfunk, der 1995 den Endausbau erreicht hat. Der Dienst wird von der DeTeMobil in lizenzierten Wirtschaftsräumen angeboten und unterstützt Sprache und Daten.

Private Bündelfunkdienste:

Als Anbieter für den privaten Bündelfunk sind zu nennen Preussag, Primus, Regiocall, Regiokom, Rheinelektra, Thüringer Mobilfunk u.a. Dieser Dienst wird seit 1990 angeboten und ist je nach Anbieter auf lizensierte Wirtschaftszonen begrenzt. Unterstützt werden Sprache und Daten.

Modacom: Modacom ist ein paketvermittelter Datendienst, der von DeTeMobil angeboten wird und in Deutschland eine Reichweite von 80 % hat. Modacom ist Mitte 1993 gestartet und hat 1995 seinen Endausbau erreicht.

Mobitex: Bei Mobitex handelt es sich um einen privaten Datenfunk, der von der GfD angeboten wird und wie Modacom Daten mittels Datenpaketvermittlung überträgt. Mobitex wurde 1995 eingeführt.

Entwicklung der Mobilkommunikation
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Eurosignal: Ein Funkruf der DeTeMobil, mit dem nur Töne übertragen werden können. Eurosignal gibt es seit 1974; 1996 wurde der Dienst eingestellt.

Cityruf, Euromessage: Es handelt sich um einen Funkruf der DeTeMobil, mit dem bis zu 80 alphanumerische Zeichen übertragen werden können. Der Dienst wird seit 1989 angeboten und ist in Deutschland flächendeckend, aber nach Rufzonen aufgeteilt. Entsprechendes gilt für den Dienst Euromessage, der in regionalen Rufzonen in mehreren europäischen Ländern angeboten wird.

ERMES: ERMES ist ein Funkruf für Ton, Ziffern und Datenübertragung. Anbieter ist die DeTeMobil.

Inmarsat-System: Diesen Dienst gibt es in mehreren Standards. In den Standards A, B und M werden Telefon, Daten, Fax und Telex unterstützt und im Standard C nur Datenübertragung. Die Dienste sind weltweit und je nach Standard seit 1991 verfügbar. Inmarsat wird ebenfalls von DeTeMobil angeboten.

Iridium: Das System für Satelliten-Mobilfunk von Motorola, das weltweit Sprache überträgt und 1998 in Betrieb genommen und 2000 wieder eingestellt wurde.

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