Ferrit

ferrite

Ferrite haben eine kristalline Struktur und bestehen aus einer Mischung aus Eisenoxyd, Nickel, Zink- oder Manganoxyden. Aus diesem Material werden in einem Sinther-Prozess Ferritkerne oder Ferritperlen geformt, die in Spulen, Drosseln und Übertragern als magnetisch leitendes Material eingesetzt werden.

Hysterese einer Ferritperle
Hysterese einer Ferritperle lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die Hysterese von Ferriten kann über entsprechende Mischungen an die jeweiligen Anwendungen angepasst werden. Elektrisch betrachtet handelt es sich bei Ferritkernen um eine Reihenschaltung aus Induktivität und Widerstand. Eine solche Schaltung entspricht einem Tiefpass und hat ein entsprechendes Frequenz- und Dämpfungsverhalten. Der spezifische Widerstand liegt etwa um die Faktoren 6- bis 10-fach höher als der von anderen magnetischen Werkstoffen.

Ferritperlen, Foto: Mercateo
Ferritperlen, Foto: Mercateo lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Eingesetzt werden Ferritkerne in Drosseln, Hochfrequenzspulen, Übertragern und Transformatoren aber auch in Netzteilen, HF- und Audio-Equipment, wo sie als Entstördrosseln Spannungsspitzen aus dem Netz oder eingestrahlte Hochfrequenzen unterdrücken. Des weiteren wurden Ferritperlen in Kernspeichern eingesetzt, da sie eine hohe Remanenz und eine annähernd rechteckige Hysterese aufweisen.

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