Kernspeicher

core memory

Die Bezeichnung Kernspeicher stammt aus der Anfangszeit der Speichertechnik, als kleinste Ferritperlen von nur 0,5 mm Durchmesser zu Speichermatrizen aufgebaut wurden.

Ferritperlen eines klassischen Kernspeichers mit Schreib- und Lesedrähte, Foto: ZDV
Ferritperlen eines klassischen Kernspeichers mit Schreib- und Lesedrähte, Foto: ZDV lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die Remanenz von Ferrit hat zwei stabile magnetische Zustände, die die beiden binären Zustände repräsentieren. Ein Ferritkern kann somit ein Bit speichern. Durch die Ferritperlen wurden Schreib- und Lesedrähte gezogen, die den magnetischen Zustand abfragten oder veränderten. Ein Kernspeicher auf Ferritkern-Basis war ein nichtflüchtiger Speicher, dessen Zugriffszeit im bereich von 800 ns lag.

Der Begriff Kernspeicher wird oft synonym für einen Arbeitsspeicher (RAM) verwendet, obwohl es sich dabei im einen Halbleiterspeicher handelt.

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