Hysterese

hysteresis

Ganz allgemein ist Hysterese ein Verharrungszustand, dessen Wirkung auch nach dem Wegfall der Energiezufuhr andauert. Hysteresen treten in vielen technischen Disziplinen auf, so im Magnetismus, in der Steuer- und Regelungstechnik, in elektronischen Schaltungen, bei Sensoren oder dem Verharrungsvermögen von Flüssigkristallen.

Hysteresekurve mit Neukurve eines ferromagnetischen Materials
Hysteresekurve mit Neukurve eines ferromagnetischen Materials lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Unter magnetischer Hysterese versteht man die magnetischen Eigenschaften eines ferromagnetischen Stoffs. Dabei werden die Elementarmagnete durch das Anlegen eines Magnetfeldes ausgerichtet. Der Magnetisierungszustand eines magnetischen Stoffes ist abhängig von der Stärke des angelegten Magnetfeldes. Diese Abhängigkeit ist nichtlinear und erreicht bei einer bestimmten magnetischen Feldstärke die Sättigung. Man spricht von der Magnetisierungskurve oder der Hysteresekurve. Die erste Ausrichtung der Magnetteilchen unterscheidet sich von den weiteren dadurch, dass die ausgerichteten Magnetteilchen einen Restmagnetismus, die so genannte Remanenz, behalten. Deshalb spricht man bei der Erstmagnetisierung von der Neukurve.

Die Polarität des Magnetfeldes bestimmt die Ausrichtung der Magnetteilchen. Eine Polaritätsumkehr hat eine Drehung der Magnetteilchen um 180 Grad zur Folge.

Das Phänomen der Hysteres wurde 1890 von Sir James Alfred Ewing erkannt.

Querverweise von Hysterese nach:

Querverweise nach Hysterese von: