Spule

Die Begriffe Spule und Induktivität werden häufig synonym verwendet, mit dem Unterschied, dass es sich bei der Spule um einen aufgewickelten Draht handelt, der zur besseren Leitung der magnetischen Feldlinien mit Eisenkernen o.a. magnetisch leitenden Materialien wie Ferrit umgeben sein kann.


Die Anzahl der Windungen und die magnetische Leitfähigkeit, die Permeabilität, des ferromagnetischen Materials sind entscheidend für die Induktivität von Spulen. Weitere Faktoren, die die Induktivität beeinflussen sind der Windungs- und Leitungsdurchmesser sowie der Abstand zwischen den Windungen. Wichtige Kennwerte von Spulen sind die Induktivitätstoleranz, die Temperaturstabilität, die Spannungsfestigkeit und der Gütefaktor (Q).

Induktivitäten in verschiedenen Ausführungen

Induktivitäten in verschiedenen Ausführungen

Spulen gibt es in den verschiedensten Techniken, Ausführungen und Formen mit Festwerten oder als variable Spule, ohne und mit ferromagnetischem Kern oder mit komplett umschließendem ferromagnetischem Gehäuse. Bei den Spulentechniken unterscheidet man hauptsächlich zwischen der gewickelten Spule, der Wirewound Inductance, und Multilayer-Induktivitäten. Daneben gibt es noch Dünnschicht-, Dickschicht- und Metal-Composite-Spulen, die auch als Vielschicht-Induktivität für die SMT-Technik ausgeführt sind. Was die Ausführungen betrifft, so gibt es die Luftspule, Drossel, Topfspule und Flachspule. Man findet sie in Relais und in Kombination mit Widerständen in Filtern, des Weiteren zusammen mit Kondensatoren in Filterschaltungen und in Schwingkreisen.

Farbcode 
   für Induktivitäten

Farbcode für Induktivitäten

Spulen gibt es mit Werten im Femto-Henry-Bereich bis hinauf in den Henry-Bereich. Die Induktivitätswerte der Spulen sind in den E-Reihen nach IEC 64 festgelegt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Spule
Englisch: coil
Veröffentlicht: 19.09.2013
Wörter: 243
Tags: #Passive Bauelemente
Links: Drossel, Ferrit, Filter, Flachspule, Gehäuse