Drossel

choke

Drosseln sind Spulen mit ferromagnetischem Kern oder entsprechendem Gehäuse. Bei dem ferromagnetischen Material kann es sich im Mumetall oder Ferrit handeln, aber auch um Eisenbleche, die wegen der möglichen Wirbelstrombildung gegeneinander isoliert sind. Bedingt durch den ferromagnetischen Kern erhöht sich die Permeabilität und die magnetische Flussdichte in der Spule.

HF-Drossel in SMD-Bauweise, Baugröße 1812. Foto: Epcos
HF-Drossel in SMD-Bauweise, Baugröße 1812. Foto: Epcos lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Entsprechend ihrem Einsatzgebiet können Drosseln in Entstördrosseln, Speicherdrosseln und stromkompensierte Drosseln unterteilt werden.

Entstördrosseln gibt es in den verschiedensten Bauformen für unterschiedliche Anwendungen. Bei den Bauformen gibt es die Widerstandsbauform, vergleichbar einem Widerstand, bei der zylindrische Ferritkörper mit den Spulenwindungen umwickelt ist. Sie haben eine hohe Induktivität und werden in Filtern im niederfrequenten Kleinsignalbereich eingesetzt. Für hohe Ströme gibt es die Hochstromdrossel, aus einem Ferritkörper besteht der die stromführende Leitung umgibt. Der Gleichstromwiderstand entspricht der der Stromleitung, ihre Induktivität ist relativ gering. Solche Hochstromdrosseln werden in Gleichspannungswandlern zur Abblockung der Gleichspannung eingesetzt. Eine andere Bauform benutzt einen Ferritkörper, der mehrere Löcher hat, durch die die stromführende Leitung gezogen wird. Solche Entstördrosseln werden zur Unterdrückung von Stromspitzen in Netzteilen eingesetzt.

Entstördrossel in Widerstandsbauform
Entstördrossel in Widerstandsbauform lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Speicherdrosseln werden in der Leistungselektronik eingesetzt. So in Schaltnetzteilen und zur Steuerung induktiver Lasten. Bedingt durch ihre hohe Induktivität können Speicherdrosseln auch zur kurzzeitigen Energiespeicherung benutzt werden. Sie können vormagnetisiert werden und werden ausschließlich bei höheren Frequenzen bis zu 10 MHz eingesetzt.

SMD-Drosselspule, Baugröße 2220, Foto: Murata
SMD-Drosselspule, Baugröße 2220, Foto: Murata lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Auch die stromkompensierte Drossel gibt es in den verschiedensten Bauformen. So mit galvanischer Trennung mit Ferrit-Ringkern oder -M-Kern oder mit mehrfach durchbohrtem Ferritkörper, durch den die stromführenden Leitungen in bifilarer Wickeltechnik geführt werden. Die stromkompensierte Drossel hat ihren Namen daher, dass sie Signale mit hohem Gleichstromanteil kompensieren kann, ohne die magnetische Sättigung zu erreichen.

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