Aliasing

  1. In der Computergrafik und bei Video versteht man unter Aliasing unerwünschte Effekte bei computergenerierten Grafiken, die aufgrund unzulänglicher Samplingtechnik entstehen. Diese Effekte erkennt man an dem Treppenverlauf bei Farbübergängen von Bitmap-Grafiken und an den gezackten Rundungen bei Schriften, Kurven, Kreisen usw. Das Aliasing tritt besonders bei schrägen oder gebogenen Linien auf und ist umso störender, je niedriger die Abtastrate ist.

    Alle Maßnahmen zur Verhinderung dieser Effekte nennt man Antialiasing. Dabei handelt es sich um eine Software die Farbverläufe, Hintergrundfarben und Kanten berechnet und so glättet, dass Farbübergänge kontinuierlich und die Ränder von Schriften, Kanten und Rundungen wieder fließend erscheinen.

    Kreisdarstellung ohne und mit Anti-Aliasing

    Kreisdarstellung ohne und mit Anti-Aliasing

  2. Bei Audio handelt es sich um Scheinfrequenzen, die bei der A/D-Wandlung entstehen und oberhalb der halben Abtastrate liegen.

    Diese Scheinfrequenzen oder Störgeräusche können dadurch entstehen, wenn mehrere Samples durch den gleichen Wert dargestellt werden oder wenn die Abtastrate nicht das Abtasttheorem erfüllt.

    Alias-Effekt bei der Unterabtastung 
   eines Sinussignals

    Alias-Effekt bei der Unterabtastung eines Sinussignals

    Bei einer solchen "Unterabtastung" überlappen sich die Amplituden-Frequenzgänge. Vermieden wird das Aliasing durch eine Vervielfachung der Abtastfrequenz bzw. durch Oversampling.
Informationen zum Artikel
Deutsch: Aliasing
Englisch: aliasing
Veröffentlicht: 14.03.2009
Wörter: 189
Tags: #Grafik-Grundlagen
Links: Abtastrate, Abtasttheorem, Antialiasing, Audio, Computergrafik
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