Zweiphasenmarkierungscode

Der Biphase-Mark-Code (BMC) ist ein Leitungscode, der in der Übertragungstechnik eingesetzt wird. Er ist ähnlich der differenziellen Manchester-Codierung, von dem er sich nur geringfügig unterscheidet.

Beim Zweiphasenmarkierungscode erfolgt die Codierung einer digitalen "1" dadurch, dass sich der Zustandspegel in der Mitte der Bitzeit ändert. War der Pegel bis zu diesem Zeitpunkt "High", dann wechselt er auf "Low", war er "Low", dann wechselt er auf "High". Anders erfolgt die Codierung einer digitalen "0". Bei der 0-Codierung bleibt der Pegel des übertragenen Bits nicht bis zum Bitende unverändert. Der entscheidende Faktor ist die Zeit zwischen den Übergängen von Hi nach Lo bzw. von Lo nach Hi. Beim BMC-Code wird bei einem logischen Zustand, beispielsweise einer "1", der codierte Signalpegel mit dem Taktsignal von "1" auf "0" springen, wohingegen er bei einer "0" erst nach dem Taktsignal von "1" auf "0" springt. Der Zustandspegel bleibt also für die Gesamtdauer des Taktsignals konstant.

Biphase Mark Code (BMC)

Biphase Mark Code (BMC)

Alle Leitungscodes, so auch der Biphase-Mark-Code, sind für bestimmte Signale und Übertragungsmedien optimiert. So wird der Biphase-Mark-Code für Audiosignale in der AES/EBU-Schnittstelle eingesetzt und in der in Heimnetzen benutzten S/PDIF-Schnittstelle. Außerdem wird der BMC-Code für die Codierung der Magnetstreifen von Magnetkarten benutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Zweiphasenmarkierungscode
Englisch: biphase mark code - BMC
Veröffentlicht: 29.06.2019
Wörter: 199
Tags: Codierung
Links: AES/EBU-Schnittstelle, Audio, Bit (binary digit), Codierung, Digital