Zeilensprungverfahren

Interlace heißt korrekt übersetzt Verflechten. Das Wort Interlace wird aber auch für die Verflechtung von Fernsehzeilen, dem Zeilensprungverfahren, benutzt. Dieses Verfahren wurde unter der Prämisse entwickelt, dass das Fernsehsignal mit der geringstmöglichen Bildwiederholfrequenz flimmerfrei dargestellt wird.


Beim Zeilensprungverfahren wird ein komplettes Bild, ein Vollbild, aus zwei unterschiedlichen Halbbildern aufgebaut. Dazu stellt man in den aufeinander folgenden Halbbildern im ersten Halbbild nur die ungeraden Zeilen (1, 3, 5, ..) dar und im zweiten Halbbild nur die geraden Zeilen (2, 4, 6, ..). Das Auge integriert diese kurzzeitigen Zeilensprünge zu einem Gesamtbild.

Erfolgt dagegen die Abtastung von oben nach unten in jeder Zeile, also fortlaufend, spricht man vom Progressive Scan.

Zeilenweise Abtastung eines Videobildes nach dem Zeilensprungverfahren

Zeilenweise Abtastung eines Videobildes nach dem Zeilensprungverfahren

Bei Digital-TV werden die Auflösungen und Darstellverfahren durch Buchstaben gekennzeichnet, die der Zeilenzahl oder der Bildwiederholfrequenz angehängt sind. Handelt es sich um das Zeilensprungverfahren wird der Zeilenzahl der Buchstabe "i" angehängt, beim progressive Scan der Buchstabe "p". So handelt es sich bei 1.020i um eine HDTV-Darstellung mit Zeilensprungverfahren und zwei Halbbildern, bei 720p um einen progressiven Scan mit 720 Zeilen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Zeilensprungverfahren
Englisch: interlacing
Veröffentlicht: 05.11.2008
Wörter: 174
Tags: #Fernsehen #Video-Grundlagen
Links: 720 Zeilen, Abtastung, Auflösung, Bild, Bildwiederholfrequenz