Progressive Scan

Der Progressive Scan beschreibt die kontinuierliche zeilenmäßige Aufnahme oder Darstellung eines Bildschirms von oben nach unten. Die einzelnen Zeilen eines Progressive-Scan-Bildes werden fortlaufend nacheinander dargestellt: zuerst Zeile 1, gefolgt von Zeile 2, dann 3, 4, 5 usw. Dieses Verfahren wird in Bildschirmen von Monitoren und im Digital-TV eingesetzt. Im Gegensatz zum Zeilensprungverfahren, das im analogen Fernsehen und auch im Digital-TV eingesetzt wird, ist der Progressive Scan flimmerfreier.


Man erkennt an der Spezifikation der Auflösung oder der Bildwiederholrate, ob es sich um progressive Scan oder das Zeilensprungverfahren handelt. Progressive-Scan-Auflösungen oder -Bildwiederholfrequenzen sind um den Buchstaben "p" ergänzt, Zeilensprungdarstellungen, im englischen "Interlacing" durch den Buchstaben "i". So handelt es sich bei 1.080p um eine HDTV-Darstellung im progressive Scan mit 1.080 Zeilen oder bei 1.080/24p um die gleiche Darstellung mit 24 Vollbildern. Bei 480i hingegen ist es eine Darstellung mit Zeilensprungverfahren und zwei Halbbildern.

Kontinuierliche 
   Abtastung einer Monitordarstellung mittels Progressive Scan

Kontinuierliche Abtastung einer Monitordarstellung mittels Progressive Scan

Typische Anwendungen von progressive Scan ist die Filmwiedergabe in Kinos, Digital-TV und das Scannen von Vorlagen. Beim Fernsehen werden Video-Aufnahmen häufig auch im progressive Scan aufgenommen, danach allerdings in zwei Halbbilder zerlegt und im Zeilensprungverfahren übertragen. Diese Technik nennt sich Progressive Segmented Frame (psF) und hat den Vorteil, dass der psF-Frame auch auf Geräten dargestellt werden kann, die für das Zeilensprungverfahren ausgelegt sind. Die entsprechenden Wiedergabeverfahren sind mit psF gekennzeichnet, beispielsweise 1.080psF oder 576psF.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Progressive Scan
Englisch: progressive scan
Veröffentlicht: 01.12.2012
Wörter: 222
Tags: #Displays
Links: 1.080 Zeilen, 480 Zeilen, Analog, Auflösung, Bildwiederholfrequenz