Spreizbandtechnologie

Die Spread Spectrum Technology (SST) ist ein Übertragungsverfahren für HF-Signale über breite Frequenzbänder. Der Sender spreizt dabei seine Signale über einen größeren Frequenzbereich. Durch die Bandbreitenspreizung erhöht sich die belegte Bandbreite und die Störanfälligkeit vermindert sich. Gleichzeitig verringert sich die Leistungsspektraldichte gegenüber Schmalbandübertragungen.


Mit der Spreizbandtechnik können schmalbandige Modulationssignale gemeinsam mit den Spreizbandsignalen das gleiche Frequenzband belegen, ohne dass sie sich gegenseitig beeinflussen. Das Verteilungsmuster der Spreizband-Signalfrequenzen kann entweder in Spreizbandtechnik (DSSS) oder im Frequenzsprungverfahren (FHSS) erfolgen.

Spreizung eines ungespreizten Senders

Spreizung eines ungespreizten Senders

Mit der Bandbreitenspreizung erhöht sich die Übertragungssicherheit und die Übertragung wird unempfindlicher gegenüber reflektierten Funksignalen und Störungen durch topologische Gegebenheiten. Gleichzeitig kann die Power Flux Density (PFD) in den Downlinks der Satelliten begrenzt werden. Die Spreizbandtechnik hat ihre Vorteile in der Unempfindlichkeit gegenüber Interferenzen und kann auch in stark störbelasteter Umgebung wie in Industrieanlagen, Krankenhäusern, Flughäfen oder Produktionshallen eingesetzt werden.

Die Streufrequenztechnik wird u.a. in verschiedenen WLANs nach 802.11 und im GPS-System angewendet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Spreizbandtechnologie
Englisch: spread spectrum - SS
Veröffentlicht: 13.04.2018
Wörter: 172
Tags: #Mobilfunknetze
Links: Bandbreite, Beleg, Downlink, FHSS (frequency hopping spread spectrum), Frequenzband