SPI (serial peripheral interface)

Beim Serial Peripheral Interface (SPI) handelt es sich um einen seriellen Bus, der für den Master-Slave-Betrieb zwischen Mikroprozessoren und Komponenten von Motorola entwickelt wurde. Der synchron arbeitende SPI-Bus ist vergleichbar dem I2C-Bus von Philips und Microwire von National Semiconductor, er ist allerdings schneller als der I2C-Bus, und eignet sich besonders für Anwendungen mit unregelmäßigem Zugriff, so beispielsweise für die Kommunikation zwischen Mikroprozessoren und Chips für die Signalverarbeitung.


Der SPI-Bus ist ein serieller, synchron arbeitender Bus, der aus vier Leitungen besteht: drei Steuerleitungen für die synchrone Kommunikation zwischen Master und Slave und eine Auswahlleitung für den Slave. Die zwei Signalleitungen übertragen die Signale "Master Output, Slave Input" (MOSI) und "Master Input, Slave Output" (MISO), daneben gibt es die Leitung für das Taktsignal der Slaves (SCLK) und die Auswahlleitung Slave Select (SS). Das SPI-Bus überträgt vollduplex und stellt unterschiedliche Datenraten bis 20 Mbit/s zur Verfügung. Das SPI-Protokoll wird in der Kommunikation von Smart Meter und beim Telemonitoring in der Telemedizin benutzt.

Master-Slave-Konzept des SPI-Busses

Master-Slave-Konzept des SPI-Busses

Das Taktsignal wird im Master generiert und an alle Slaves geführt. Die Taktfrequenz kann dabei mehrere Megahertz betragen. Über die MOSI-Leitung wird das Ausgangssignal des Masters zum Slave geführt und über die MISO-Leitung das Ausgangssignal der Slaves zurück zum Master. Über die SS-Leitung erfolgt die Aktivierung des entsprechenden Slaves. Sind mehrere Slaves an den Master angeschlossen, dann können diese kaskadiert oder über einzelne SS-Leitungen mit dem Master verbunden sein.

Informationen zum Artikel
Deutsch: SPI-Bus
Englisch: serial peripheral interface - SPI
Veröffentlicht: 26.02.2019
Wörter: 251
Tags: #Schnittstellen
Links: Bus, Chip, Datenrate, Duplex, Halbleiter