SED (surface-conduction electron emitter display)

Mit dem SED-Display, entwickelt von Toshiba und Cannon, werden die Vorteile zweier Technologien, die der Kathodenstrahlröhre mit denen der Halbleiter-Flachbildschirme kombiniert. Die SED-Technik (Surface-Conduction Electron Emitter Display) arbeitet mit Elektronenemissionen, mit der farbige Phosphore zur Lichtemission angeregt werden, vergleichbar der Funktionsweise der Kathodenstrahlröhre (CRT). Der wesentlich Unterschied besteht darin, dass das SED-Display nicht mit drei Kathoden arbeitet, sondern dass jedes Pixel ein eigenes Emissionssystem darstellt.


Vom Aufbau her besteht jedes Pixel aus den Emissions-Elektroden und dem lichterzeugenden Farbphosphoren. Die Elektronen-Emitter haben eine ebene Struktur und eine Emissionsfläche, die aus ultradünnen Palladiumoxid besteht, das auf ein Glassubstrat aufgebracht ist. Die freien Elektronen werden in einem nur wenige Nanometer breiten Schlitz, dem so genannten Nano-Slit, der sich zwischen zwei Emissions-Elektroden befindet, über eine Differenzspannung erzeugt. Diese freien Elektronen werden zu den Farbphosphoren hin beschleunigt und lösen aus diesen Photonen aus, die über Mikrofilter das sichtbare Licht ausstrahlen.

Aufbau des SED-Displays

Aufbau des SED-Displays

Für die Beschleunigung der Emissionselektronen sorgt eine Beschleunigungsspannung von etwa 10 kV, die zwischen der Emissions-Elektrode und einer hauchdünne Metallelektrode, auf die die Phosphore aufgedampft sind, liegt. Die Metallelektrode lässt die Elektronen passieren, sorgt aber für eine Lichtreflexion, damit die komplette Lichtausbeute für den Betrachter zur Verfügung steht und nicht durch Innenleuchten das Kontrastverhältnis beeinträchtigt. Jedes Farbtripel besteht aus den Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB).

Funktionsweise des SED-Displays

Funktionsweise des SED-Displays

Flachbildschirme in SED-Technologie zeichnen sich durch einen hohen Kontrast aus, dessen Kontrastverhältnis bei 9.000 :1 liegt, und die hohe Auflösung, mit der HDTV mit 1.920 x 1.080 Pixel dargestellt werden kann. Weitere Vorteile liegen in der extrem kurzen Ansprechzeit der einzeln ansteuerbaren Farbtripel, was zu einer exzellenten Bildqualität ohne störende Nachzieheffekte führt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: SED-Display
Englisch: surface-conduction electron emitter display - SED
Veröffentlicht: 27.06.2008
Wörter: 284
Tags: #Displays
Links: 1.080 Zeilen, Ansprechzeit, Auflösung, Bildschirm, Blau