Nachzieheffekt

Der Nachzieheffekt ist ein Phänomen, das bei Videokameras und Displays auftritt und auf die Trägheit der phosphorizierenden und emittierenden Partikel zurückzuführen ist.


Der Nachzieheffekt zeigt sich bei schnell bewegenden Darstellungen in Form eines nachziehenden Schweifs. Er ist vor allem bei kontrastreichen Wiedergaben gut sichtbar, beispielsweise dann, wenn sich ein helles oder dunkles Objekt vor einem dunklen resp. hellen Hintergrund bewegt.

Bei Videokameras hängt der Nachzieheffekt mit der Ladung und Entladung der einzelnen Kondensatoren zusammen, so bei CCD-Sensoren wenn die Ladung der Kondensatoren nicht schnell genug abgeführt werden kann und sich bei einer Aufladung der Kondensator noch einen Teil der vorherigen Ladung enthält.

Bei den Displays ist es ähnlich. Bei den LCD- und TFT-Displays sind die Flüssigkristalle relativ träge und können nicht schnell genug in einen anderen Zustand geschaltet werden.

Bei Monitoren mit klassischen Kathodenstrahlröhren (CRT) haben die Phosphore eine Trägheit, die sich in der Nachleuchtdauer wiederspiegelt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Nachzieheffekt
Englisch: streaking
Veröffentlicht: 24.09.2008
Wörter: 159
Tags: #Displays
Links: Bildschirm, CCD (charge coupled device), Kathodenstrahlröhre, Kondensator, Objekt