Rosa Rauschen

Rauschen sind statistische Pegel- und Phasenschwankungen. In der Technik beeinflusst man die Verteilung des Rauschens hinsichtlich der Frequenzverteilung.


Während weißes Rauschen eine konstante spektrale Energie über alle Frequenzbereiche aufweist, hat rosa Rauschen eine mit der Frequenz abnehmende Energiedichte, die umgekehrt proportional zur Frequenz (1/f) mit 3 dB pro Oktave abfällt. Bezogen auf eine Oktave ist die Rauschenergie konstant, dadurch nimmt das rosa Rauschen mit höher werdenden Frequenzen ab. Daher wird Rosa Rauschen auch als 1/f-Rauschen bezeichnet.

Das bedeutet, dass jede Oktave immer die gleiche Energiedichte hat. So hat beispielsweise der Frequenzbereich von 1 kHz bis 2 kHz die gleiche Rauschdichte wie der Frequenzbereich von 2 kHz bis 4 kHz oder der von 5,5 kHz bis 11 kHz.

Rauscharten 
   und deren frequenzmäßige Energiedichte

Rauscharten und deren frequenzmäßige Energiedichte

Die Energiedichte fällt somit bei einer Frequenzverdoppelung um 3 dB oder um den 0,7-fachen Wert. Erzeugen lässt sich Rosa Rauschen indem man Weißes Rauschen durch ein Filter mit einer Flankensteilheit von 3 dB/Oktave überträgt.

In der Akustik wird das Rosa Rauschen für akustische Hinterlegungen benutzt und dient auch als Modulationssignal in Synthesizern. Außerdem wird es in der akustischen Messtechnik eingesetzt, beispielsweise bei der Messung der kritischen Frequenzbänder.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Rosa Rauschen
Englisch: pink noise
Veröffentlicht: 22.09.2015
Wörter: 192
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: Akustik, dB (decibel), Energiedichte, Filter, Flankensteilheit