Keramikfilter

Keramikfilter sind dielektrische Filter, vergleichbar dem Quarzfilter, allerdings ist ihre Güte wesentlich geringer als die von Quarzfiltern. Keramikfilter arbeiten mit speziell entwickelter Keramik und zeichnen sich durch eine steile Filterkurve aus.

Die Bandbreite kann im Bereich von weniger als ein Prozent der Resonanzfrequenz liegen bis zu mehreren Prozent, die Impedanz liegt bei einigen Kilo-Ohm, die Sperrbereichsunterdrückung bei 70 dB und mehr und die Durchgangsdämpfung ist äußerst gering. Bedingt durch die hohe Permittivität der Keramikkörper können Keramikfilter äußerst klein und für die oberflächenmontierte SMT-Technik realisiert werden.

Resonanzkurve eines Keramikfilters

Resonanzkurve eines Keramikfilters

Eingesetzt werden Keramikfilter vorwiegend in ZF-Verstärkern: in der AM-ZF mit 455 kHz Zwischenfrequenz und einer Bandbreite von 12 kHz und der FM-ZF mit 10,7 MHz Zwischenfrequenz und 110 kHz Bandbreite. Darüber hinaus gibt es Miniatur-Ausführungen für Frequenzen bis 40 GHz oder auch EMV-Keramikfilter für Frequenzen bis zu 18 GHz.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Keramikfilter
Englisch: ceramic filter
Veröffentlicht: 17.02.2014
Wörter: 144
Tags: #Passive Bauelemente
Links: Bandbreite, dB (decibel), Filter, Frequenz, Gigahertz