HÜP (Hausübergabepunkt)

Der Hausübergabepunkt (HÜP), Building Entry Point (BEP), bildet den Übergang vom Außenkabel zum Innenkabel, sowie die Schnittstelle zwischen externen Broadcastdiensten und der Hausverteilanlage oder Heimverkabelung. Er kann unmittelbar an die Satelliten-Empfangseinrichtung angeschlossen sein, aber ebenso an eine terrestrische Antennenanlage, das Breitbandkabelnetz, FTTH oder über xDSL-Technik an die Ortsvermittlungsstelle.


Am Hausübergabepunkt stehen die Broadcastdienste von Rundfunk, Fernsehen und das Internet zur Verfügung, die über das Hausverteilnetz in die hauseigene TV-Verkabelung oder über die Wohnungsverteiler in das Heimnetz eingespeist werden.

Hausübergabepunkt (HÜP), Foto: 
   luconda.com

Hausübergabepunkt (HÜP), Foto: luconda.com

Der Hausübergabepunkt ist für die verschiedenen Frequenzbereiche pegelmäßig definiert. So muss der Übergabepegel für Fernsehsignale bis 440 MHz mindestens 63 dBµV betragen und darf 83 dBµV nicht überschreiten. Der videomäßige Störspannungsabstand muss mindestens 45,5 dB betragen und der Intermodulationsabstand mindestens 62 dB.

Bei einem Glasfaseranschluss ist der Hausübergabepunkt der Verbindungspunkt an dem das LwL-Außenkabel endet, der Glasfaser-Abschlusspunkt (GF-AP), und das LwL-Innenkabel für die Etagen- und Wohnungsverkabelung beginnt. Bei Wohnhäusern befindet sich der Hausübergabepunkt häufig im Keller oder im Hausanschlussraum. Von dem Glasfaser-Gebäudeverteiler (GF-GV) erfolgt eine LwL-Verbindung über Glasfaser-Sammelpunkte hin zum Glasfaser-Teilnehmeranschluss (GF-TA) in den Büroräumen und Wohnungen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Hausübergabepunkt - HÜP
Englisch: building entry point - BEP
Veröffentlicht: 24.10.2020
Wörter: 198
Tags: Kabelnetze
Links: Außenkabel, BK (Breitbandkabelnetz), dB (decibel), dBµV (decibel microvolt), Fernsehen