100-V-Technik

Bei der Beschallung von Hallen, Sälen und Gebäuden kann nicht auf den klassischen Lautsprecheranschluss zurückgegriffen werden, da die erforderlichen Ströme für die vielen Lautsprecher einen unverhältnismäßig dicken Leiterquerschnitt erfordern würden. Aus diesem Grund werden die Lautsprechersignale der Leistungsverstärker auf 100 Volt transformiert und auf diesem Spannungsniveau an die parallel geschalteten Lautsprecher übertragen.

Bei der 100-V-Technik ist jedem Lautsprecher ein Transformator vorgeschaltet, der die spannungs- und impedanzmäßige Anpassung übernimmt. Das Konzept ist vergleichbar dem der Energieverteilnetze. Die symmetrische, erdfreie Signalübertragung erfolgt über einfache Leitungen mit geringem Durchmesser. Zur Angleichung der Lautstärke von einzelnen Lautsprechern oder Lautsprechergruppen, hat der dem Leistungsverstärker nachgeschaltete Anpassungstransformator mehrere Anzapfungen, an die einzelne Lautsprechergruppen angeschlossen werden können.

100-V-Systeme sind nicht auf die Spannung von 100 Volt fixiert, sie können statt der 100 V auch 50 V oder 70 V haben, wie in anderen Ländern üblich. Weitere Vorteile sind neben dem geringen Leitungsquerschnitt eine größere Leitungslänge und der parallele Anschluss der Lautsprecher, wodurch eine Erweiterung mit zusätzlichen Lautsprechern ohne großen Aufwand möglich ist.

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Informationen zum Artikel
Deutsch: 100-V-Technik
Englisch: 100 V technology
Veröffentlicht: 28.12.2020
Wörter: 184
Tags: Akustik-Technik
Links: Anpassung, Anschluss, Anzapfung, Aufwand, Beschallung