Nahfeldkommunikation

NFC (near field communication)

Die Nahfeldkommunikation (NFC) ist eine Drahtlostechnik auf Induktionsbasis, die im Bereich von 10 cm arbeitet. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung von RFID mit dem Fokus auf Sicherheit. Mit NFC-Technologie ausgestattete Komponenten wie Kreditkarten und Wireless-Geräte wie Smartphones können miteinander kommunizieren. Die Kommunikation bezieht sich dabei auf den Austausch von Informationen wie Telefonnummern oder Bezahl-Transaktionen, sie kann aber ebenso in der Warenwirtschaft, für bargeldloses Bezahlen, als Eintrittskarte, Ticket oder in anderen Bereichen eingesetzt werden.

Laden eines NFC-Smartphones mit einem Geldbetrag, Foto: smartphone-top5.de
Laden eines NFC-Smartphones mit einem Geldbetrag, Foto: smartphone-top5.de lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Mit der Nahfeldkommunikation können beispielsweise die Daten einer Digitalkamera, eines PDAs, Handys, Smartphones, Tablets oder einer Settop-Box, die mit einem NFC-Chip ausgestattet sind, drahtlos auf einen Personal Computer oder ein anderes Gerät überspielt werden. Lediglich durch Aneinanderhalten der Geräte können Daten ausgetauscht oder Informationen und Dienste abgerufen werden. Die NFC-Technik kann für die Autorisierung oder die Zugriffskontrolle eingesetzt werden, für papierlose Eintrittskarten, für E-Ticketing, beim M-Payment für berührungslose Zahlungen mit NFC-Kreditkarte, Smartphones oder Tablets oder für das Herunterladen von Geldbeträgen mittels Smartcard aus Geldautomaten. Die von ISO/IEC 18092, European Computer Manufacturers Association (ECMA) und European Telecommunications Standards Institute (ETSI) standardisierte Nahfeldkommunikation ist kompatibel zur kontaktlosen Chipkarte (CICC).

Die Technik der Nahfeldkommunikation.

Der Technik der Nahfeldkommunikation liegt die Induktion zugrunde. Dabei erfolgt der Datenaustausch über die induktive Kopplung zwischen zwei Induktivitäten. Die eine Induktivität ist die des so genannten Initiators, dem NFC-Terminal, die andere die des Target, dem NFC-Tag oder NFC-Chip. Die induktive Kopplung erfolgt mit Hochfrequenz von 13,56 MHz vom Initiator zum Target.

Als Modulation wird die Amplitudenumtastung (ASK) benutzt und die Codierung basieren auf der von Philips entwickelten Mifare-Technik und der Sony-Technik FeliCa. Im aktiven Betrieb kann der Initiator oder das Target senden. Dabei wird das elektromagnetische Feld den Datensignalen entsprechend moduliert. Die Datenrate der NFC-Technik beträgt bis zu 424 kbit/s und ist in Stufen von 106 kbit/, 212 kbit/s und 424 kbit/s einstellbar.

Die Standardisierung der Nahfeldkommunikation.
Die Standardisierung der Nahfeldkommunikation wird vom NFC-Forum vorangetrieben, das eine entsprechende NFC-Architektur unter Einbeziehung von NFC-Tags entwickelt hat. Darüber hinaus hat sich auch die Bluetooth Special Interest Group (BSIG) des Themas angenommen. Diverse Smartphone-Betriebssysteme wie Android, MeeGo und Symbian unterstützen die NFC-Technik. Dieser Fakt spielt für die Akzeptanz der NFC-Technik eine wichtige Rolle, weil mit NFC-Technik ausgestattete Handys oder Smartphones als mobiles Kartenlesegerät für kontaktlose Chipkarten eingesetzt werden können. Und das bezieht sich nicht nur auf geldwerte Transaktionen, sondern auch auf andere Anwendungen wie den neuen Personalausweis (nPA) oder die elektronische Gesundheitskarte (eGK).

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