Smart Metering

Smart Metering steht für intelligentes Messwesen für den Energieverbrauch in Gebäuden. Es ist eine innovative Technologie, die aufgrund des im Deutschen Bundestag in 2008 verabschiedeten Energie- und Klimaschutzpaketes entwickelt wurde. Im Rahmen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) von der Bundesregierung ist Smart Metering für 2010 zwingend in Neubauten vorgeschrieben.


Intelligente Strommessung berücksichtigt das Verbrauchsverhalten

Smart Metering schafft in Kombination mit den Smart Metern, das sind intelligente Stromzähler, und den Smart Grids, das sind die intelligenten Stromnetze, die Voraussetzungen um die Stromerzeugung kurz- und mittelfristig besser auf das Verbraucherverhalten und die Stromtarife anpassen zu können. Die Energiemessung spielt dabei eine wesentliche Rolle für die Ermittlung des Strombedarfs. Mit Smart Metern wird zeitabhängig der Eigenverbrauch erfasst, ausgefeilte Techniken erfassen auch die Energietarife, die Lieferung, Produktion, den Verbrauch und Eigenverbrauch. Die vom Smart Meter ermittelten und an den Energieversorger weitergeleiteten Verbrauchswerte fließen in das Kapazitätsmanagement der Smart Grids ein, können zur Verbesserung der Tarifmodelle herangezogen werden und sollen für einen sparsameren Umgang mit Energie sorgen.

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   Metering, Foto: Meterus

Smart Metering, Foto: Meterus

Die verbrauchsbezogenen Daten können auch für Prognosen und die Bedarfsentwicklung herangezogen werden. Durch tageszeitabhängige Tarife können über das Distribution Management System (DMS) leistungsstarke Haushaltsgeräte immer dann eingeschaltet werden, wenn der Verbraucher dadurch Kostenvorteile hat.

Smart Metering für die Einspeisung und den Verbrauch

Smart-Meter-Funktionen

Smart-Meter-Funktionen

Smart Metering geht weit über die Funktionen der klassischen Stromzähler hinaus, weil ein Smart Meter den Energieverbrauch und die Energieeinspeisung bidirektional erfassen muss. Dies ist dann der Fall, wenn der Strom nicht nur vom Stromnetz bezogen, sondern auch in dieses eingespeist wird. So bei Photovoltaikanlagen oder bei Elektrofahrzeugen, deren Akkus als Energiespeicher eingesetzt werden könnten. Es gibt verschiedene Konzepte für die Datenübertragung hin zum Energieversorger. Dies kann über Web-Interfaces und das Internet erfolgen; die Messdaten können aber ebenso über lizenzfreie Funkfrequenzen oder über Mobilfunknetze übertragen werden und auch über die Stromnetze mittels Powerline. Dagegen sind die vom Comité Européen de Normalisation Electrotechnique (CENELEC) festgelegten Frequenzbänder für die Übertragung der Zählerstände über das Stromnetz nicht nutzbar, da deren Datenraten zu niedrig sind.

Die Vernetzung des Smart Metering bildet eine Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und führt langfristig hin zu Smart Metering Grids, bei der eine weitgehende messtechnische Vernetzung angestrebt wird.

Insgesamt ist in der Stromerzeugung ein Paradigmenwechsel zu erkennen, der sich in der verbrauchsabhängigen Steuerung ausdrückt. Zukünftig soll nämlich nur noch so viel Energie verbraucht werden, wie gerade produziert wird. Ein Aspekt für dieses Zukunftsszenario ist die vom National Institute of Standards and Technology (NIST) vorgenommene Einbindung von Smart Grids und Smart Metering in die Home Area Networks (HAN).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Smart Metering
Englisch: smart metering
Veröffentlicht: 29.11.2013
Wörter: 451
Tags: #Smart Grid
Links: Akku (Akkumulator), Area, Aspekt, Bidirektional, CENELEC (Comité Européen de Normalisation Electrotechnique)