VCA (voltage controlled amplifier)

Spannungsgesteuerte Verstärker, Voltage Controlled Amplifier (VCA) oder Variable Gain Amplifier (VGA), sind geregelte passive oder aktive Vierpole. Es kann sich dabei um spannungsgesteuerte Verstärker oder auch um spannungsgesteuerte Dämpfungsglieder handeln. Das Prinzip der spannungsgesteuerten Verstärker beruht darauf, dass die Verstärkung durch eine Steuerspannung (CV) variiert werden kann. Ein einfacher VCA kann ein Operationsverstärker (OpAmp) sein, der in seiner Rückkopplung einen veränderbaren Widerstand hat, beispielsweise einen Thermistor, Varistor, Fotowiderstand oder einen Voltage Controlled Resisitor (VCR).


  1. In der HF-Technik werden spannungsgesteuerte Verstärker für die Verstärkung der Hochfrequenzsignale benutzt. Der Verstärkungsfaktor liegt immer über <1. Die Regelung erfolgt mittels einer Steuerspannung (CV). Des weiteren können VCAs als Modulatoren für Amplitudenmodulation eingesetzt werden. Dabei entspricht das Modulationssignale der Steuerspannung.
  2. In der Audiotechnik werden VCAs zur Signalverstärkung und -dämpfung eingesetzt. So zur Pegelkompression, in Kombination mit Fadern und in Synthesizern, aber auch als spannungsgesteuerte Dämpfungsglieder, mit denen der Signalpegel ungedämpft aber auch kontinuierlich gedämpft werden kann, bis hin zum total gedämpften Signalpegel. Der Verstärkungsfaktor liegt damit zwischen 1 für den ungedämpften Zustand und 0 für die totale Dämpfung des Signalpegels.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Spannungsgesteuerter Verstärker
Englisch: voltage controlled amplifier - VCA
Veröffentlicht: 07.04.2013
Wörter: 198
Tags: #Analogschaltungen
Links: AM (amplitude modulation), Audio, Dämpfung, Dämpfungsglied, Fotowiderstand