Mischer

Der Mischer oder die Mischstufe ist eine elektronische Schaltung die zwei Frequenzen, in der Regel eine Eingangs- und eine Oszillatorfrequenz, miteinander vermischt und daraus diverse Frequenzen erzeugt. Bei der Mischung, die nur an aktiven elektronischen Bauelementen mit nichtlinearer Kennlinie durchgeführt werden kann, fallen neben der Eingangsfrequenz (fe) und der Oszillatorfrequenz (fo) noch die Summen- (fo + fe) und Differenzfrequenzen (fo - fe) aus Oszillator- und Eingangsfrequenz an.


In der spektralen Betrachtung liegen das Summen- und das Differenzsignal im gleichen Frequenzabstand von der Oszillatorfrequenz, das eine oberhalb, das andere unterhalb. Diese Frequenzen werden daher auch als Spiegelfrequenzen bezeichnet. Neben diesen Frequenzen gibt es noch diverse Mischfrequenzen, die sich aus den Oberwellen der Oszillatorfrequenz mit der Eingangsfrequenz bilden.

Blockschaltbild des Mischer-Prinzips der Eingangs- und 
   Oszillatorfrequenz

Blockschaltbild des Mischer-Prinzips der Eingangs- und Oszillatorfrequenz

Der Zweck einer Mischung besteht darin, eine hochfrequente HF-Eingangsfrequenz durch Mischung mit einer Oszillatorfrequenz auf ein HF-Signal mit einer niedrigeren Frequenz umzusetzen. Da ja bei der Mischung verschiedene Frequenzen erzeugt werden, filtert man die Frequenz aus, die in den folgenden Verstärkerstufen, dem ZF-Verstärker, selektiv verstärkt wird. Das Mischer-Prinzip wird seit der Erfindung im Jahre 1925 in allen Superheterodyne-Empfängern eingesetzt.

Das Beispiel eines UKW-Empfänger soll das Mischer-Prinzip verdeutlicht werden. Die FM-modulierten Eingangsfrequenzen liegen zwischen 87,6 MHz und 108 MHz. Mischt man die Eingangsfrequenz mit einer einstellbaren Oszillatorfrequenz von 98,3 MHz bis 118,7 MHz, dann ergibt sich bei Differenzfrequenz von 10,7 MHz, sowohl bei der tiefsten Eingangsfrequenz (98,3 MHz - 87,6 MHz) als auch bei der höchsten Eingangsfrequenz (118,7 MHz - 108 MHz). Diese Differenzfrequenz bezeichnet man als Zwischenfrequenz. Sie enthält das modulierte Tonsignal und wird in dem selektiv arbeitenden Zwischenfrequenz-Verstärker verstärkt.

Bei der Mischung unterscheidet man zwischen der additiven und der multiplikativen. Beide Verfahren, die sich in der schaltungstechnischen Ansteuerung der aktiven Bauelemente wie Elektronenröhren, Transistoren, Feldeffekttransistoren (FET) usw. unterscheiden, haben Vor- und Nachteile hinsichtlich des Schaltungsaufwands, der Anzahl der Mischprodukte und der Regelbarkeit.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Mischer
Englisch: mixer - MX
Veröffentlicht: 23.07.2008
Wörter: 306
Tags: #Analogschaltungen
Links: FET (field effect transistor), Frequenz, Kennlinie, Megahertz, Oberwelle