Stereolithografie

Die Stereolithografie (STL) ist ein Verfahren zur schnellen Prototypen-Herstellung von 3D-Modellen, dem Rapid Prototyping. Auch bei dieser 3D-Drucktechnik wird das 3D-Modell schichtenweise aufgebaut. Im Unterschied zu anderen 3D-Druckverfahren arbeitet die Stereolithografie mit flüssigem, lichtempfindlichem Epoxydharz, das bei Belichtung aushärtet.


In Stereolithografie-Anlagen wird das 3D-Modell in das Epoxydharz getaucht und anschließend wird eine Schicht des 3D-Modells mit einem Laser auf die Oberfläche des Epoxydharzes projiziert. Nach Erstarren der Schicht wird das Modell im Epoxydharz um die Höhe einer Schicht versetzt.

3D-Modell eines Unterkiefers in Stereolithografie, Foto: caesar

3D-Modell eines Unterkiefers in Stereolithografie, Foto: caesar

Mit diesem Schritt wird erreicht, dass sich das flüssige Harz sammelt, das dann wieder mit dem Laser ausgehärtet werden kann. Das Prototypenmodell wird also schrittweise von unten nach oben aufgebaut. Zur vollständigen Aushärtung wird das 3D-Modell in einer Belichtungskammer nachbelichtet.

3D-Drucker für Stereolithografie, Foto: Formlabs

3D-Drucker für Stereolithografie, Foto: Formlabs

Das STL-Verfahren eignet sich zur schnellen Herstellung von Prototypen und für kleine Stückzahlen. Die Auflösungsgenauigkeit liegt unter 0,01 mm und ist damit höher als bei anderen 3D-Druckern. Zudem können mit der Stereolithografie äußerst komplexe Komponenten und Komponenten für die Mikrosystemtechnik hergestellt werden, die mit anderen 3D-Drucktechniken nicht herstellbar sind.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Stereolithografie
Englisch: stereolithography - STL
Veröffentlicht: 22.09.2015
Wörter: 195
Tags: #Drucker
Links: 3D-Druck, 3D-Drucker, Laser (light amplification by stimulated emission), MST (Mikrosystemtechnik), Prototyp