Notruf

Der Notruf, Emergency Call, ist ein Konzept der Federal Communications Commission (FCC). Der Emergency Call läuft auch unter der Bezeichnung E911 (Enhanced 911) und kann im Notfall über die mobilfunkgestützte Ortung eine Positionsbestimmung des Hilfesuchenden vornehmen. Nach dem FCC-Konzept muss der Netzbetreiber bei Notruf die Position der Funkzelle ermitteln und präzise Angaben über die Position liefern.


Das Notrufkonzept ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase muss die Rufnummer des Anrufenden und die Basisstation des Mobilfunknetzes in ihrer Position von der Notrufzentrale erfasst werden. Und in der zweiten Phase ist die Genauigkeit für die Positionsbestimmung des Anrufenden festgelegt. Sie liegt bei der Mobilfunk-Navigation bei 67 % aller Notrufe bei 100 m und bei 95 % aller Notrufe unter 300 m. Erfolgt die Positionsbestimmung durch das Mobilgerät, dann verbessert sich die Positionsgenauigkeit bei 67 % der Notrufe auf 50 m und bei 95 % auf 150 m. Anders ist es bei der Nutzung eines Funkfingers oder der Automatic Location Identification (ALI), die bei einem Notruf automatisch die komplette Adresse des Betroffenen an die Notrufzentrale übermittelt.

Diese Positionsgenauigkeit wird durch Laufzeitmessungen zwischen mehreren Signalen errechnet. Das entsprechende Verfahren nennt sich Enhanced Observed Time Difference (E-OTD). Alternativ bietet sich der Einsatz von GPS-Modulen an, deren Ortungsgenauigkeit die der Funkzellentechnik übertrifft. Neben dieser Notruftechnik gibt es noch Emergency Telecommunications (EMTEL) vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) und eCall von der Europäischen Union (EU).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Notruf
Englisch: emergency call
Veröffentlicht: 05.10.2017
Wörter: 227
Tags: #Mobilfunkdienste
Links: Adresse, ALI (automatic location identification), Basisstation, eCall (emergency call), EMTEL (emergency telecommunications)