Medienbruch

Informationen sind an Medien gebunden. In der geschäftlichen und privaten Kommunikation werden Informationen per Sprache, als Fax, per E-Mail, auf Papier oder Film, als Video oder elektronische Datei übermittelt. Ist bei der Verarbeitung der Information ein Übergang auf ein anderes Medium erforderlich, dann bedeutet dies einen Medienbruch.


Wird beispielsweise ein ausgedrucktes Textdokument oder ein empfangenes Fax als Textdatei in einen Computer eingegeben, so findet ein Medienbruch statt. Auch beim Scannen von Papierdokumenten oder der Ausgabe von Dateien oder Papierdokumenten auf Microfiche, dem Computer Output on Microfilm (COM), finden Medienbrüche statt. Solche Medienbrüche unterbrechen den Verarbeitungsprozess und die Informationskette und verursachen Fehler, Verzögerungen und Kosten. Deswegen wird in geschäftlichen Prozessen darauf geachtet, dass diese von der Informationsbeschaffung über deren Bearbeitung ohne Medienbruch erfolgen.

Viele E-Commerce-Aktivitäten können hier als Beispiele für solche medienbruchfreien Verarbeitungsprozesse angeführt werden. Diese reichen von der Bestellung bei elektronischen Versandhäusern über das Formularwesen im E-Government bis hin zu E-Procurement. Auch das Downloaden mittels Podcast findet ohne Medienbrüche statt, da die Audiodaten direkt auf den MP3-Player geladen werden.

Andere Beispiele aus dem E-Government weisen leider immer noch Medienbrüche auf. So muss man sich in vielen Fällen ein Formular einer Behörde im Portable Document Format (PDF) ausdrucken, es handschriftlich oder mit dem Personal Computer ausfüllen um es dann als Fax oder mit der Post versenden zu können.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Medienbruch
Englisch: media disruption
Veröffentlicht: 24.11.2011
Wörter: 237
Tags: #Multimedia-Grundlagen
Links: Formular, COM (computer output on microfilm), Computer, Datei, Download