MLC (multi level coding)

In den 70er Jahren wurden Modulationsverfahren mit der Kanalcodierung kombiniert und als codierte Modulation begründet. Diese Techniken wurden ständig optimiert und führten zu digitalen, bandbreiteneffizienten Übertragungsverfahren. Viele Verfahren der codierten Modulation benutzen die Pulsamplitudenmodulation (PAM), Phasenmodulation (PM) und Quadraturamplitudenmodulation (QAM).


Alle Verfahren der codierten Modulation sind Mehrpegelverfahren, Multi Level Coding (MLC), bei dem die Pulsamplitude aus mehreren Pegeln besteht und jeder Pegel für sich ein Bit oder eine Bitkombination darstellen. Die Anzahl an Pegeln kann prinzipiell beliebig hoch sein.

Ternärsignal mit drei Pegeln

Ternärsignal mit drei Pegeln

Da jedem Pegel eine Bitkombination zugeordnet wird, wird mit jedem Modulationsschritt nicht nur ein Bit übertragen, sondern zwei Bits, drei Bits oder mehr. So hat eine dreipegelige Codierung, wie sie im Ternärverfahren benutzt wird, die drei Pegel +1, 0 und -1. Dem Pegel +1 kann der logische Wert 1, dem Pegel -1 die logische Null zugeordnet werden. Der 0-Pegel kann beispielsweise für die Fehlerkorrektur benutzt werden.

PAM5-Codierung

PAM5-Codierung

Bei einer fünfpegeligen Pulsamplitudenmodulation, PAM5, gebt es die Amplitudenpegel +2, +1, 0, -1 und -2. Diesen fünf Pegeln kann man die vier Bitkombinationen 00, 01, 10 und 11 als Dibits zugeordnen und den fünften Pegel, den 0-Pegel, wiederum für die Fehlerkorrektur benutzen.

Mehrpegel-Codierverfahren können auch mit 8, 12, 16, 24, 32 oder 64 Pegeln arbeiten und haben den Vorteil, dass sich mit der Pegelanzahl auch die Anzahl an Binärcodes erhöht, aber sich gleichzeitig die Symbolraten für die Übertragung reduzieren. Beispiele hierfür sind 8PAM und 12PAM, aber auch 16QAM oder 64QAM, wobei bei diesen codierten Modulationen auch der Phasenwinkel verändert wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: multi level coding - MLC
Veröffentlicht: 09.09.2012
Wörter: 251
Tags: #Codierung
Links: Binärcode, Bit (binary digit), Codierung, Dibit, Digital